Amazon Business hat auf der Amazon Business Exchange 2026 neue KI-gestützte Funktionen und verbesserte Tools für das Ausgabenmanagement vorgestellt. Dazu gehört die Einführung von Amazon Quick in Deutschland.
Amazon Business richtet sich an Unternehmen jeder Größe – von Kleinunternehmen bis zu DAX-40-Konzernen. Weltweit nutzen mehr als acht Millionen Organisationen die Plattform, um geschäftliche Einkäufe zu bündeln, Preise zu vergleichen und Beschaffungsprozesse zu vereinfachen.
„Unseren Kundinnen und Kunden in Deutschland mangelt es nicht an Innovationskraft, sondern an Zeit”, sagt Bruno Pauze, Country Manager, Amazon Business Deutschland. Unternehmen arbeiteten heute mit mehr Systemen, mehr Lieferanten und unter größerem Druck als zuvor. Ziel sei es, Business Prime-Mitgliedern Werkzeuge bereitzustellen, mit denen sie Prozesse reduzieren und sich stärker auf geschäftsrelevante Entscheidungen konzentrieren können.
KI soll Einkauf und Ausgabenanalyse vereinfachen
Laut dem jüngsten Bericht von Amazon Business zur Beschaffungslage planen 94 Prozent der Befragten in Deutschland, im nächsten Jahr in KI-Tools zu investieren. Für 34 Prozent steht dabei die Kostensenkung im Fokus, etwa durch KI-gestützte Ausgabenanalysen. Amazon Quick soll professionelle Arbeitsabläufe unterstützen und Nutzer bei rollenübergreifenden Aufgaben entlasten.
Der KI-Assistent kann Fragen beantworten, sich mit gängigen Apps verbinden, Aufgaben automatisieren und Prioritäten der Nutzer berücksichtigen. Im Einkauf kann Quick unter anderem dabei helfen, Wettbewerber zu recherchieren, Kostendaten abzurufen oder Risiken sichtbar zu machen. Auch Lieferantenangebote lassen sich mit früheren Verträgen vergleichen, um mögliche Verhandlungsspielräume zu erkennen. Zudem können Nutzer Berichte aus eigenen lokalen Dateien erstellen und vorhandene Daten mit KI-Unterstützung analysieren.
Mehr Transparenz im Ausgabenmanagement
Business Prime-Mitglieder erhalten außerdem Zugriff auf verbesserte Funktionen zur Steuerung ihrer Ausgaben. Das Tool Spend Visibility macht Einkaufsmuster sichtbar, unterstützt beim Nachverfolgen von Einsparungen und hilft, Ausgaben mit internen Richtlinien abzugleichen. Die Oberfläche wurde überarbeitet, lässt mehr Nutzer zu und stellt Daten nahezu in Echtzeit bereit. Zudem stehen historische Daten aus 24 Monaten für Jahresvergleiche zur Verfügung. Bisher waren es zwölf Monate. Damit können Einkaufsteams saisonale Entwicklungen besser erkennen und die Wirkung neuer Richtlinien nachvollziehen.
KI erkennt auffällige Ausgaben
Auch die Überwachung von Ausgabenanomalien wurde erweitert. Die Funktion nutzt KI, um Transaktionen in Echtzeit zu analysieren und ungewöhnliche Einkäufe zu markieren. Neben Administratoren können nun auch Finanz- und Gruppenadministratoren auf das Tool zugreifen. Wöchentliche E-Mail-Zusammenfassungen sollen Teams rechtzeitig auf auffällige Ausgaben hinweisen. So kann die Ausgabenkontrolle stärker in bestehende Arbeitsabläufe integriert werden.
Praxisbeispiel ams OSRAM
Zu den Unternehmen, die solche Funktionen bereits nutzen, gehört ams OSRAM, Anbieter von Licht- und Sensorlösungen sowie Spezialist für digitale Photonik. „Ein klarer Überblick über die Ausgaben hat die Rolle der Beschaffung verändert“, sagt Tobias Eberhard, Experte für Beschaffungsprozesse und SAP-Ariba-Verantwortlicher bei ams OSRAM. Dank besserer Einblicke und weniger manueller Arbeit könne sich das Unternehmen stärker auf Bereiche konzentrieren, in denen echter Mehrwert entstehe – etwa durch schnellere Entscheidungen, höhere Effizienz und strategische Unterstützung des gesamten Unternehmens.







