Obwohl 83 Prozent aller Unternehmen ihr Potenzial im Digital Procurement nicht ausnutzen, hat die Hälfte (54 Prozent) bereits die richtige Grundlage – für die Digitalisierung im Einkauf – geschaffen. Darüber hinaus nimmt die Investitionsbereitschaft in den digitalen Einkauf stetig zu.
An erster Stelle der Investitionsprioritäten wurden Analytics-Themen genannt, insbesondere zukunftsgerichtete KPIs (Key Performance Indicator) und Big Data Analysen. Am anderen Ende der Skala stehen die neueren, unausgereifteren Technologien wie Blockchain, wo derzeit nur 36 Prozent der Befragten konkrete Investitionsabsichten haben, gefolgt von RPA (48 Prozent, Robotergesteuerte Prozessautomatisierung; Anm. d. Red.) und digitalen Assistenten/Chatbots (52 Prozent). Hier zeigt sich, dass die Unternehmen einen pragmatischen Ansatz verfolgen und die Ergebnisse der "First Mover" abwarten, um die eigenen Risiken zu minimieren.
Dennoch beurteilen die Unternehmen quer über alle Bereiche hinweg das Potenzial der neuen Technologien für den Einkauf zunehmend positiv. Die Mehrheit sieht darin eine Chance, ihre Performance zu steigern. Das größte Effizienzpotential wird demnach in Supplier Relationship Management- (SRM), eProcurement- und eSourcing-Lösungen gesehen. Alle drei zählen zu den Kernaufgaben des Einkaufs.
Aus Sicht der Effektivität führen Big Data Analysen (53 Prozent), SRM, eProcurement und eSourcing (46 Prozent) und zukunftsgerichtete KPI-Analysen (40 Prozent) die Liste jener Technologien an, mit denen der Einkauf seinen Wertbeitrag im Unternehmen zukünftig erhöhen kann.
"Die neuen Technologien werden den Arbeitsalltag im Einkauf revolutionieren. Mit dem Einsatz moderner Einkaufssoftware hat mehr als die Hälfte der Einkaufsorganisationen bereits den größten Schritt in Richtung digitaler End-to-End-Prozesse, Automatisierung, Datenkonsolidierung und KPIs für strategische Entscheidungen gesetzt. Die Umfrageergebnisse sind die Bestätigung, dass viele Unternehmen bereits mehr im Bereich Digitalisierung vorweisen können, als ihnen bewusst ist", erklärt Robert Bonavito, CEO von Jaggaer.
"Der nächste Schritt muss jetzt sein, die vorhandenen Daten besser zu verknüpfen und intelligenter zu nutzen. Daraus ergeben sich völlig neue Möglichkeiten für den Einkauf, die letztlich ein entscheidender Wettbewerbsvorteil sein werden."
Die Studie, die in Kooperation mit dem BMÖ (Bundesverband Materialwirtschaft, Einkauf und Logistik in Österreich) stattfand und an der 168 Unternehmen – überwiegend aus dem Produktionsumfeld –teilgenommen haben, gibt Einkäufern Tipps, wie sie eine erfolgreiche Digitalisierung im Einkauf vollziehen können.







