Die PBS Network GmbH stellt ihre B2B-Commerce-Plattform unter der neuen Marke enchase strategisch breiter auf. Die bisherige Plattform PBSeasy wird damit nicht nur umbenannt, sondern klarer als integrierte Daten- und Transaktionsplattform für den europäischen B2B-Handel positioniert.
Der wichtigste Schritt ist die Öffnung über das klassische PBS-Sortiment hinaus. Während die Wurzeln weiterhin in Papier, Bürobedarf, Schreibwaren und Office Supplies liegen, richtet sich enchase künftig auf den gesamten Bereich Business & Workplace Supplies aus. Dazu zählen unter anderem Arbeitsschutz und persönliche Schutzausrüstung, Cleaning- und Hygieneprodukte, Breakroom– und Pausenraumbedarf, Facility Supplies, Verbrauchsmaterialien sowie weitere angrenzende Betriebsbedarfe.
Vom Datenprojekt zur Plattform
Hintergrund ist ein verändertes Einkaufsverhalten im B2B-Markt: Unternehmen beschaffen zunehmend nach konkreten Bedarfen und weniger entlang historischer Branchengrenzen. Für Händler wird es deshalb wichtiger, unterschiedliche Sortimentswelten mit einheitlicher Datenqualität, verlässlichen Compliance-Informationen und digitalen Bestellprozessen abzubilden.
enchase soll genau diese Anforderungen bündeln. Die Plattform verbindet Produktdaten, Datenqualität, Händlernetzwerk, Multi-Channel-Distribution sowie Order-Prozesse in einem System. Im Rahmen des Lieferantenworkshops 2026 wurde die Plattform mit rund 1,1 Millionen Artikeln, 300 Herstellern, mehr als 1500 Händlern und über 400 automatischen Qualitätsprüfungen beschrieben.
Für B2B-Händler verspricht die Weiterentwicklung vor allem bessere und verlässlichere Produktinformationen, effizientere Bestellprozesse, mehr Transparenz und neue digitale Services. Lieferanten sollen ihre Produktdaten künftig zentraler pflegen und über ein vollständig integriertes PIM-System strukturieren, validieren und an verschiedene Zielkanäle ausspielen können.
KI als Intelligence Layer der Plattform
Ein weiterer Schwerpunkt ist der Einsatz von KI. enchase will KI-Funktionen nicht als Zusatzmodul verstehen, sondern als „Intelligence Layer“ innerhalb der Plattform. Geplant sind unter anderem KI-gestützte Qualitätsprüfungen, automatische Datenanreicherungen, Text- und Keyword-Generierung, Klassifikationsunterstützung sowie kanalbezogene Validierungen.
Auch auf künftige Einkaufsprozesse mit KI-Agenten bereitet PBS Network die Plattform vor. Unter dem Stichwort Agentic Commerce sollen Produkte nicht nur in Webshops oder Katalogen sichtbar sein, sondern maschinenlesbar, vertrauenswürdig und direkt bestellfähig werden. Dafür verbindet enchase Produktdaten, Compliance, Verfügbarkeit, Konditionen, EDI/WebEDI und Order-Prozesse in einer Plattform.
Für bestehende Kunden und Partner soll sich operativ zunächst nichts ändern: Die PBS Network GmbH bleibt rechtlich bestehen, bestehende Verträge behalten ihre Gültigkeit, Ansprechpartner und Team bleiben erhalten. Neu sind Markenname, Außenauftritt, Domain, Designsystem und die geschärfte Plattformpositionierung unter enchase.







