Sebastian Wüste, Staatssekretär im Bundesministerium des Innern (BMI), würdigte die Arbeit der Behörde in seinem Grußwort. Ohne eine exzellente Beschaffungsstrategie sei erfolgreiche Bundespolitik nicht möglich, so Wüste. Die Sicherheit des Landes und die Leistungsfähigkeit der Verwaltung hingen auch an guter Ausrüstung und Ausstattung. Das BeschA sei seit 75 Jahren ein zentraler Baustein für die Zukunftsfähigkeit des gesamten Landes. Gegenüber den Beschäftigten betonte Wüste, ohne die Arbeit des Amtes im Hintergrund würde im Vordergrund vieles schlicht nicht funktionieren.
Vom Krisenreaktionsteam bis zur Arzneimittelbeschaffung
BeschA-Präsident Dr. Alexander Eisvogel hob in seiner Rede die kontinuierliche Weiterentwicklung der Behörde hervor. Diese habe sich an gesellschaftlichen, geopolitischen und vergaberechtlichen Veränderungen orientiert. Als Beispiele nannte Eisvogel die Einrichtung eines Krisenreaktionsteams sowie einer zentralen Beschaffungsstelle für Arzneimittel. Hinzu kämen weitere Maßnahmen für ein proaktives Beschaffungsmanagement, die zu mehr Sicherheit und zur Beschleunigung von Vergaben führen sollen.
Aus einer klassischen Beschaffungsstelle sei durch systematische Weiterentwicklung eine krisenfeste Beschaffungsorganisation entstanden, die Beschaffung als strategisches Instrument für staatliche Krisen- und Sicherheitsvorsorge begreife, so Eisvogel laut der Mitteilung.
Zu den weiteren Rednern zählten Bonns Oberbürgermeister Guido Déus, der Vorsitzende des Hauptpersonalrates im BMI Philip Breuer sowie der Vorsitzende des BeschA-Personalrates Lars Bonkat. Sie gratulierten dem Amt zu 75 Jahren Arbeit und richteten den Dank an die Beschäftigten, die zu den Entwicklungen des vergangenen Dreivierteljahrhunderts beigetragen hätten. Für die musikalische Begleitung sorgte die Jazz-Combo des Bundespolizeiorchesters Hannover.
Vom Bundesgrenzschutz zur eigenständigen Bundesbehörde
Frank Schmitz, Abteilungsleiter Zentrale Dienste im BeschA, beendete den Festakt mit einem Rückblick auf die Geschichte der Behörde. Gegründet wurde sie 1951 als Beschaffungsstelle des Bundesgrenzschutzes. 1956 wechselte die Zuständigkeit zum Bundesministerium des Innern, 1995 entstand schließlich das heutige Beschaffungsamt als eigenständige Bundesbehörde im nachgeordneten Bereich des BMI.
Heute zählt das BeschA nach eigenen Angaben zu den größten öffentlichen Auftraggebern in Deutschland und gilt als größter ziviler Beschaffer des Bundes. Die Behörde organisiert die Beschaffung von Waren und Dienstleistungen für Behörden, Stiftungen und Organisationen des Bundes und beeinflusst damit die Marktposition der öffentlichen Hand maßgeblich.







