Conrad Electronic entwickelt seine Sourcing Platform weiter und bündelt die Beschaffung über den Conrad Marketplace künftig unter einem Vertragspartner. Geschäftskunden können damit Millionen Produktangebote des Marktplatzes beschaffen, ohne die jeweiligen Marketplace-Partner als eigene Lieferanten anlegen zu müssen.
Conrad ist für jeden Artikel auf dem Conrad Marketplace alleiniger Vertragspartner und Rechnungssteller – unabhängig davon, über welchen Vertriebskanal bestellt wird. Damit sollen sich Marktplatz-Produkte künftig ebenso einfach beschaffen lassen wie das Conrad-eigene Sortiment.
Weniger Aufwand bei der Lieferantenanlage
Bereits bislang konnten das Conrad-eigene Sortiment und Artikel von Marketplace-Partnern gemeinsam in den Warenkorb gelegt und über denselben Checkout bestellt werden. Im Anschluss mussten die jeweiligen Marktplatz-Partner jedoch als eigene Lieferanten angelegt, geprüft und abgerechnet werden.
Damit verbunden waren unter anderem die Pflege von Stammdaten, Compliance-Prüfungen, die Abstimmung von Zahlungsbedingungen und die Kreditorenfreigabe. Insbesondere für Unternehmen mit strengen Einkaufsrichtlinien und umfangreichen Freigabeprozessen bedeutete dies zusätzlichen administrativen Aufwand.
Mit dem neuen Modell „Alles auf einer Rechnung“ entfällt dieser Schritt. Die Rechnung kommt künftig immer direkt von Conrad. Das Unternehmen ist zugleich Vertragspartner und zentraler Ansprechpartner für Fragen zu Bestellung und Zahlung. Auch die bei Conrad verfügbaren Zahlungsarten gelten für alle Artikel auf der Plattform. Dabei spielt es keine Rolle, ob über den Online-Shop oder über eine E-Procurement-Anbindung an die Conrad Sourcing Platform bestellt wird.
Conrad will Prozesskosten senken
Mit dem neuen Modell will Conrad die Prozesskosten bei der Beschaffung technischen Bedarfs reduzieren. Nach dem im Unternehmen angeführten BME-Benchmark 2025 „Top-Kennzahlen im Einkauf 2025“ kostet eine einzelne Bestellung in der indirekten Beschaffung durchschnittlich 121,75 Euro allein für die Transaktion.
„Die eigentliche Herausforderung beschaffender Unternehmen ist weniger der Produktpreis, sondern der Aufwand hinter dem Prozess“, erklärt Ralf Bühler, CEO von Conrad Electronic. Wer Marketplace-Partner separat anlegen, koordinieren und abrechnen müsse, verliere Zeit und Ressourcen. Mit „Alles auf einer Rechnung“ wolle Conrad diese administrative Komplexität reduzieren und die Sourcing Platform einfacher nutzbar machen.
Conrad Marketplace bleibt kuratiert
An der Auswahl der Anbieter und Produkte soll sich durch das neue Modell nichts ändern. Auf dem Conrad Marketplace sind weiterhin ausschließlich vorselektierte Partner zugelassen, deren Produkte nach Angaben des Unternehmens zum Qualitätsanspruch und zum definierten Sortiment für den technischen Bedarf passen.
„Reibungslose Prozesse sind die eine Hälfte des Erfolgs. Die andere ist Produktqualität. Ein offener Marktplatz wäre für unsere Kunden kein Fortschritt. Deshalb bleibt der Conrad Marketplace kuratiert – gerade jetzt, wo wir für jeden Artikel einstehen“, so Bühler.








