Commvault hat die Ergebnisse des IDC-Whitepapers „Resilience Operations: The Discipline that Makes Readiness Provable“ veröffentlicht. Die Untersuchung beschäftigt sich mit den Auswirkungen der zunehmenden KI-Nutzung auf die Cyber-Resilienz von Unternehmen. Für die Studie befragte IDC 539 IT- und Resilienz-Entscheider aus den USA und Kanada. Rund 85 Prozent der Teilnehmer hatten bereits einen Cyberangriff erlebt. 90 Prozent erklärten, dass sie ihre Fähigkeiten im Identitätsmanagement verbessern müssten, um die Risiken agentenbasierter KI-Systeme besser zu kontrollieren.
Identitätsmanagement umfasst die Verwaltung menschlicher und nicht-menschlicher digitaler Identitäten. Dazu gehört, deren Zugriff auf Systeme und Daten von der Erstellung bis zur Stilllegung zu steuern.
Zahl der KI-Agenten nimmt zu
Nach Angaben von Commvault könnte die Zahl nicht-menschlicher Identitäten durch den verstärkten Einsatz von KI-Agenten schnell die Zahl menschlicher Identitäten übersteigen. KI-Agenten verfügen häufig über einen dauerhaften Zugriff und lassen sich bei Bedarf schnell vervielfältigen. Fast zwei Drittel der Befragten, 58,7 Prozent, gaben deshalb an, dass sie ihren bisherigen Ansatz für das Identitätsmanagement deutlich verbessern oder vollständig überarbeiten müssten.
Nur 26,7 Prozent der Unternehmen haben laut Studie dynamische, rollenbasierte Zugriffskontrollen implementiert, die KI und Analysen unterstützen. Lediglich 24,7 Prozent haben dokumentiert und getestet, wie sie ihre Active-Directory- und Entra-ID-Umgebungen vor Manipulationen schützen und nach einem Angriff wiederherstellen können. Zudem sind 98,4 Prozent der Befragten der Ansicht, dass IT- und Sicherheitsteams enger zusammenarbeiten müssen. Knapp die Hälfte, 49,7 Prozent, hält dafür größere Anstrengungen für notwendig.
„Viele Unternehmen stellen fest, dass die Systeme, die für die Steuerung menschlicher Identitäten entwickelt wurden, nicht auf die wachsende Zahl von KI-Agenten, Maschinenidentitäten und autonomen Workflows vorbereitet sind“, sagt Vidya Shankaran, Field CTO bei Commvault. Identität sei eine kritische Tier-0-Anwendung und spiele eine entscheidende Rolle bei der Wiederherstellung nach Störungen.
Kritische Systeme häufig nicht vollständig definiert
Die Studie zeigt auch Lücken bei sogenannten Minimum-Viability-Konzepten. Darin legen Unternehmen fest, welche Systeme, Prozesse, Daten und Funktionen während einer Störung unbedingt verfügbar sein müssen. Mehr als die Hälfte der Befragten, 57,7 Prozent, hat ein solches Konzept noch nicht vollständig definiert. Weitere Defizite identifiziert IDC bei der Wiederherstellungsplanung, den Reinraumkapazitäten und der Cyber-Resilienz.
Als möglichen Ansatz beschreibt die Studie die operative Disziplin Resilience Operations, kurz ResOps. Sie führt Geschäfts-, Sicherheits-, Infrastruktur-, Datenschutz- und Wiederherstellungsteams zusammen. Gemeinsames Ziel ist es, den Geschäftsbetrieb aufrechtzuerhalten und die Wiederherstellung nach Störungen zu beschleunigen. IDC geht davon aus, dass sich ResOps innerhalb der kommenden drei bis fünf Jahre von einer aufstrebenden Disziplin zu einer etablierten Unternehmenskompetenz entwickeln wird.
Commvault kündigt Cyber-Resilienz-Test an
Commvault hat zudem das interaktive „IDC Cyber Readiness Assessment“ angekündigt. Mit dem Werkzeug sollen Unternehmen ihren Reifegrad in den Bereichen Identität, Schutz, Erkennung, Reaktion und Wiederherstellung bewerten können. Das von Commvault gesponserte Tool basiert auf dem Reifegradmodell der IDC-Studie. Teilnehmer erhalten ein personalisiertes Profil ihrer Cyber-Resilienz und Hinweise auf Bereiche, in denen Verbesserungsbedarf besteht. Das „IDC Cyber Readiness Assessment“ soll in den kommenden Monaten verfügbar werden.







