Ein zentrales Ergebnis der Studie ist, dass Gesetze den Rahmen für nachhaltige Beschaffungsstrategien setzen, Führung aber die Richtung vorgibt. Im Jahr 2025 sehen 78 Prozent das Engagement auf der Führungsebene als stärksten Treiber. Wer wirksame Veränderungen sehen will, braucht starke Führungskräfte. Besonders relevant sind hier zwei Faktoren: ein klares Bekenntnis zur strategischen Beschaffung und eine klar formulierte Nachhaltigkeitsvision und -mission. Rechtliche Vorgaben werden sogar weniger gewichtet als der Einsatz der Führungskräfte, da viele Unternehmen bestehende rechtliche Anforderungen bereits umgesetzt haben.
Begrenzte Budgets verstärken Kostendruck
Die Bereitschaft, für nachhaltige Produkte und Dienstleistungen mehr zu zahlen, ist deutlich gesunken, besonders bei kleinen und mittleren Unternehmen. In wirtschaftlich schwierigen Zeiten ist es wenig überraschend, dass nur 32 Prozent der Befragten bereit sind, für Produkte und Dienstleistungen sozial verantwortlicher und umweltverträglicher Anbieter mehr zu bezahlen. Das zeigt, wie wichtig gute wirtschaftliche Argumente sind, die nachhaltige Geschäftsmodelle finanziell absichern und die Vorteile nachhaltiger Produkte hervorheben.
30 Prozent der Befragten gaben an, dass sie über sehr gute Kenntnisse in nachhaltiger Beschaffung und verantwortungsvollen Lieferketten verfügen. Sie fühlen sich ausreichend informiert und können ihr Wissen an andere weitergeben. Die Sicherheit im Umgang mit nachhaltigen Beschaffungspraktiken nimmt zu. Unternehmen investieren stärker in Qualifizierungsmaßnahmen. 59 Prozent der Befragten gaben an, dass ihnen externe Schulungen zur Verfügung stehen.
Die Qualifizierung von Führungskräften und Mitarbeitenden ist wichtig, doch müssen Unternehmen dieses komplexe Thema nicht allein bewältigen. Um den Aufwand zu reduzieren, empfiehlt es sich, auf digitale Lösungen zu setzen. Plattformen wie Unite können beim Thema nachhaltige Beschaffung entlasten. So finden sich bei Unite mehr als drei Millionen Produkte mit Umwelt- und sozialen Zertifizierungen, die europäischen Lieferanten werden regelmäßig geprüft. Mit dem CO₂-Reporting können Beschaffungsverantwortliche einfach und schnell den CO₂-Fußabdruck für indirekte Ausgaben erfahren und in die eigene CO₂-Bilanz überführen.
Ein Praxisbeispiel wie andere Unternehmen Nachhaltigkeit bereits in ihre Einkaufsstrategie integriert haben, liefert die Firma Dräger. Das führende Unternehmen im Bereich Sicherheitstechnik berichtet in einem Webinar aus eigener Erfahrung und gibt Handlungsempfehlungen.










