„Wir vergleichen unser zweites Quartal mit einem sehr starken Vorjahr. Das ganze Quartal über und insbesondere im Juni haben in diesem Jahr jedoch Nachfrageimpulse aus dem Mittelstand gefehlt. Zudem zeigten sich die öffentlichen Kunden in Deutschland infolge der geführten Haushaltsdebatte noch zurückhaltend. Doch auch wenn das zweite Quartal unserem eigenen Anspruch nicht gerecht wurde, sehen wir mittel- und langfristig unverändert sehr gute Wachstumschancen für Bechtle“, so Dr. Thomas Olemotz, Vorstandsvorsitzender der Bechtle AG.
Positiv entwickelt hat sich erneut der operative Cashflow. Er lag im ersten Halbjahr 2024 bei 141,2 Millionen Euro (Vorjahr: 65,0 Millionen Euro) und verbesserte sich damit um 76,2 Millionen Euro. Nach wie vor auf hohem Niveau lag der Abbau der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie der Vorräte. Außerdem wirkte sich der geringere Abbau der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen im Berichtszeitraum positiv aus. Der Free Cashflow zeigte mit 72,8 √Euro ebenfalls ein Plus (Vorjahr: -65,8 Millionen Euro).
Die Zahl der Mitarbeitenden an den europaweit über 120 Standorten der Bechtle Gruppe erhöhte sich zum 30. Juni 2024 gegenüber dem Vorjahr um 5,5 Prozent. Fast 70 Prozent der 801 neuen Kolleg:innen kamen über Akquisitionen zu Bechtle. Organisch betrug das Wachstum lediglich 1,6 Prozent. Gegenüber dem 31. März 2024 lag der Zuwachs bei nur 61 Kolleg:innen. Ohne Akquisitionen verzeichnete Bechtle im Vorquartalsvergleich damit sogar einen leichten Rückgang.
Um im zweiten Halbjahr 2024 und darüber hinaus wieder stärkeres Wachstum zu generieren, sieht Bechtle insbesondere den vom Auslaufen des Supports für Windows 10 getriebenen Austauschzyklus klassischer IT-Infrastruktur als Chance. Durch die europäische Richtlinie NIS2 wird zusätzlich das Thema Cybersecurity weiter vorangetrieben. Bechtle ist in diesem Geschäftsfeld mit mehr als 500 Spezialist:innen gut aufgestellt. Daneben sind die digitale Transformation, der Ausbau von Multi-Cloud- und Managed-Cloud-Services sowie der Einsatz von KI in verschiedenen Anwendungsfeldern weiterhin Businesstreiber.
Das erste Halbjahr 2024 war geprägt von belastenden konjunkturellen Rahmenbedingungen und Unsicherheiten bezüglich der weiteren gesamtwirtschaftlichen Entwicklung. Das hat sich insbesondere auf das Investitionsverhalten der mittelständischen Kunden ausgewirkt. Vornehmlich Projekte zur Erneuerung der überalterten IT-Infrastruktur im Arbeitsplatzbereich werden noch aufgeschoben. Zwar geht der Vorstand nach wie vor von einer Belebung im zweiten Halbjahr aus, allerdings ist der Abstand zu der im März veröffentlichten Prognose nach den ersten sechs Monaten bereits angewachsen. Daher hat Bechtle Mitte Juli die Prognose für das laufende Geschäftsjahr angepasst. Der Vorstand geht demnach bei Geschäftsvolumen, Umsatz, EBT und EBT-Marge von einer Entwicklung auf Vorjahresniveau aus. Mittel- und langfristig bleibt es jedoch bei dem optimistischen Ausblick für Bechtle. Zudem bekräftigt der Vorstand die Fortsetzung der europäischen M&A-Strategie.
Kontakt: www.bechtle.com







