Die Büroring eG hat beim Amtsgericht Wuppertal einen Antrag auf Sanierung in Eigenverwaltung gestellt. Wie die Vorstände Ingo Dewitz und Björn Unfug in einem Schreiben an die Mitglieder mitteilen, entsprach das Gericht dem Antrag am 4. September und ordnete die vorläufige Eigenverwaltung an. Zum vorläufigen Sachwalter wurde Rechtsanwalt Christoph Chrobok von Pluta bestellt. Der Vorstand sieht darin den rechtlichen Rahmen, um die bereits eingeleitete Restrukturierung unter eigener Verantwortung fortzuführen.
Sanierungskurs bereits eingeleitet
In dem Schreiben verweist die Genossenschaft auf die bereits umgesetzten Sanierungsmaßnahmen. In den vergangenen Monaten seien Strukturen verändert, erhebliche Kosten reduziert, der Logistikwechsel vollzogen und die strategische Neuaufstellung vorangetrieben worden. Gleichzeitig habe sich jedoch die Liquidität stärker als geplant angespannt. Als Gründe nennt der Büroring eine nicht im vorgesehenen Zeitraum umgesetzte Zwischenfinanzierung sowie erhebliche wirtschaftliche Belastungen im Zusammenhang mit der Logistikumstellung.
Als Generalbevollmächtigter begleitet Rechtsanwalt Dr. Marc d’Avoine von ATN-Rechtsanwälte die Restrukturierung gemeinsam mit seinem Team. Ziel sei es, den Büroring zu erhalten und die Genossenschaft wirtschaftlich tragfähig aufzustellen. Nach Angaben des Vorstands wird der Geschäftsbetrieb vollumfänglich fortgeführt. Die Leistungen für Mitglieder und angeschlossene Händler würden weiterhin erbracht. Gleichzeitig arbeite der Büroring daran, bestehende operative Herausforderungen zu bewältigen und die Abläufe weiter zu stabilisieren.
Warengeschäft soll Stabilisierung unterstützen
Eine zentrale Rolle misst der Büroring dabei dem Warengeschäft bei. In dem Schreiben an die Mitglieder heißt es: „Ein ganz wesentlicher Faktor für die Stabilisierung unseres Bürorings ist jetzt die Rückkehr zu einem stabilen und verlässlichen Warenumsatz.“ Die Mitglieder werden deshalb gebeten, ihre Warenbestellungen weiterhin über die Strukturen des Bürorings abzuwickeln.
Für den weiteren Sanierungsprozess setzt der Vorstand damit ausdrücklich auch auf die Unterstützung der Mitglieder. Zugleich kündigt die Genossenschaft an, diese regelmäßig über den Stand der Restrukturierung, die nächsten Schritte und die weitere Entwicklung zu informieren.









