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Startseite » Handel » Modulor Berlin bringt Menschen und Materialien zusammen
Georg Pfefferkorn, Geschäftsführer des Kreativkaufhauses Modulor in Berlin.

Erfolgreiche Händler im Porträt

Modulor Berlin bringt Menschen und Materialien zusammen

Kalender Icon3. Dezember 2025
Autor IconRedaktion

Mitten in Berlin, am Kreuzberger Moritzplatz, betreiben Georg Pfefferkorn und Michael Harnacke mit Dutzenden Mitarbeitern das Kreativkaufhaus Modulor – ein Ort, der wie kein anderer für Materialvielfalt, Inspiration und urbanen Unternehmergeist steht.

Seit über 35 Jahren steht Modulor für ein Sortiment, das kreative Herzen höherschlagen lässt – von Künstlerbedarf über Werkstoffe, Werkzeuge und Hilfsmittel für die Gestaltung bis hin zu Möbeln und Leuchten. Georg Pfefferkorn und Michael Harnacke leiten gemeinsam das Kreativkaufhaus im Berliner Aufbau-Haus mit viel Leidenschaft – und einer klaren Vision: Menschen und Materialien zusammenzubringen.

Gegründet wurde Modulor 1988 in der Franklinstraße in Berlin-Charlottenburg. Damals war das Geschäft nur an drei Tagen in der Woche nachmittags geöffnet. Schon bald folgte der Umzug in eine ehemalige Bäckerei, einem gründerzeitlichen Altbau in Kreuzberg, umgeben von Hinterhöfen und kleinen Gewerbebetrieben. Was als Nischenladen begann, entwickelte sich schnell zu einem stark wachsenden Unternehmen mit ständig wachsendem Bedarf an Personal sowie Verkaufs- und Lagerräumen.

Wildes und ineffizientes Wachstum

„Damals wurde alles angemietet, was frei wurde – Lager, Büros, Werkstattflächen, auf verschiedenen Etagen und in mehreren Häusern“, erinnert sich Pfefferkorn. Dieses wilde Wachstum führte jedoch zu immer ineffizienteren Prozessen und machte es notwendig, einen passenderen Standort zu finden. Ziel war es, sich in der Nähe von Partnern anzusiedeln, deren Angebot gut zu Modulor passt. „Damit wollten wir einen einzigartigen Ort schaffen, an dem unsere Partner, die Kunden und wir alle voneinander profitieren.“

2007 wurde man auf einen leerstehenden Bau aus den 70ern aufmerksam, der ursprünglich als Textilfabrik geplant war. Ein Spannbeton-Bauwerk, das von der Bauflucht der Straße zurückgesetzt war und mit seiner Waschbeton-Fassade und den verspiegelten Fenstern wie ein vom Himmel gefallener Fremdkörper wirkte. Nun kam der Projekt- und Immobilienentwickler sowie Verleger Matthias Koch ins Spiel. Er hatte in einem Artikel über Modulor von dem Umzugs- und Veränderungswunsch gelesen. Mit eigenen Vorstellungen, dem Aufbau Verlag und den erforderlichen finanziellen Mitteln kam er auf Modulor zu.

Eine echte Berliner Institution

Gemeinsam wollten alle Beteiligten einen Hotspot der Kreativbranche mitten in Berlin entwickeln: Das Aufbau Haus. „Mit unserem Einzug im Juni 2011 gehörten wir sicherlich zu den Pionieren am Platz“ beschreibt Georg Pfefferkorn den Standort. Zusammen mit dem Verleger und den Partnern entstand ein Ort für Kreativität, Kultur und Handel. „Wir wollten nicht nur mehr Platz, sondern auch einen Ort, der zu uns passt – mit Partnern, mit einer Idee, mit Strahlkraft“, so Pfefferkorn.

Heute ist Modulor längst eine echte Berliner Institution. Der Concept Store bietet auf über 3000 Quadratmetern eine weltweit einzigartige Auswahl an Materialien – von Papier, Holz, Kunststoff, Metall über Farben, Stiften und Werkzeugen bis hin zu Möbeln und Leuchten. Ob Architekt:in, Designer:in, DIY-Fan oder Schule: Bei Modulor werden alle fündig, die mit Leidenschaft gestalten. Und das nicht nur vor Ort: Auch der Online-Shop wächst stetig und bietet eine digitale Anlaufstelle für Kunden aus aller Welt. „Unsere Kunden bringen großartige Ideen mit – wir liefern das passende Material und das Know-how dazu“, sagt Pfefferkorn.

Events und Workshops sind ein weiterer Teil des Modulor-Angebots. Ziel ist es, Kreative in Berlin auch über das Sortiment hinaus zusammenzubringen.
„Einfach kann jeder“

Die neueste und spektakulärste Attraktion bei Modulor ist sicherlich die weltweit größte Stifte-Wand. Staedtler hat die neue 23 Meter lange und drei Meter hohe Erlebnisfläche als Markenpartner mitentwickelt und stellte 40.000 Buntstifte zur Verfügung.

Nach über 35 Jahren ist Modulor längst nicht mehr nur ein Fachgeschäft, sondern ein Ort der Möglichkeiten mitten in Berlin. Modulor ist mehr als ein Geschäft. Das zeigt sich nicht nur in der großen Auswahl, sondern auch in der Art, wie hier gearbeitet wird. Beratung, Service und Atmosphäre stehen im Vordergrund. „Wir möchten ein Ort sein, an dem Menschen sich inspirieren lassen, ins Gespräch kommen und gemeinsam an Projekten arbeiten“, betont Pfefferkorn. Darum wurde auch die Ladeneinrichtung selbst entwickelt – inklusive Regal- und Beleuchtungssystem, angepasst an das komplexe Sortiment. „Einfach kann jeder – wir haben es lieber maßgeschneidert. Denn genau das ist ja unser Thema: Selbermachen!“, sagt Pfefferkorn mit einem Lächeln.

Vom Niemandsland zum Magneten

Mit dem Umzug an den Moritzplatz wurde ein Standort mit Geschichte neu belebt. Früher galt die Ecke hinter dem Oranienplatz als wenig attraktiv – heute ist sie ein Hotspot für Startups, Coworking-Spaces und Kreativbetriebe. Modulor war dabei von Anfang an eine treibende Kraft. Zusammen mit Pionieren wie den Prinzessinnengärten und dem nahegelegenen „betahaus“ trug das Unternehmen wesentlich zur Transformation des Stadtteils bei. „Es ist faszinierend zu sehen, was hier entstanden ist – und wir sind stolz, Teil dieser Entwicklung zu sein“, sagt Pfefferkorn. Nachhaltigkeit, Qualität und Vielfalt spielen bei der Sortimentsgestaltung eine große Rolle. Dabei geht es nicht nur um Produkte, sondern auch um Haltung: Modulor steht für Offenheit, Austausch und einen bewussten Umgang mit Ressourcen.

Das Kreativkaufhaus Modulor im Aufbau Haus am Kreuzberger Moritzplatz in Berlin
Kreative Prozesse möglich machen

„Wir arbeiten permanent daran, unseren Kunden nützliche, hochwertige sowie außergewöhnliche Produkte und Materialien online und offline zur Verfügung zu stellen, inklusive aller notwendigen Informationen für eine verantwortungsbewusste Kaufentscheidung.“ Zum Sortiment zählen Kunststoffe, Gummi, Papier, Pappe, Holz, Metall, aber auch Stifte, Werkzeuge, Boxen und Arbeitsmöbel. „Wir wollen kreative Prozesse möglich machen – egal ob im Modellbau, der Innenarchitektur, im Kunstunterricht, für Dekorationen oder bei einem DIY-Projekt zu Hause“, beschreibt Pfefferkorn die Mission des Hauses.

www.modulor.de

Themen:DIY | Stationärer Handel
Firmen & Hersteller:Modulor
Sortimente & Produkte:Bastelzubehör | Grafische Papiere | Kreativ | Malen & Zeichnen | Papeterie | Papier + Folien | Stifte & Zubehör | Verpackungen | Werkzeuge

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