Das Angebot richtet sich dabei an Unternehmen, denen personelle und finanzielle Ressourcen für einen eigenständigen Netzwerkbetrieb fehlen. Klassische Einmalinvestitionen sollen durch nutzungsorientierte Betriebsmodelle abgelöst werden. Die Nobix Group, zu der auch der Rostocker Anbieter Albakom gehört, erweitert damit nach eigenen Angaben ihren „Anything as a Service“-Ansatz.
Vollständig gemanagter Betrieb
Das NaaS-Modell umfasst nach Unternehmensangaben sämtliche zentralen Netzwerkkomponenten: Switches, WLAN-Infrastruktur und Firewalls. Hinzu kommen der fortlaufende Betrieb, die Instandhaltung sowie Aktualisierungen. Anders als bei klassischen Infrastrukturprojekten werde die Netzwerkumgebung nicht isoliert bereitgestellt, sondern als durchgängiger Service über den gesamten Lebenszyklus betrieben und weiterentwickelt.
Adressiert werde demnach insbesondere der Mittelstand, der mit steigenden Anforderungen an Konnektivität, Sicherheit und Flexibilität konfrontiert sei. IT-Verantwortliche deckten häufig ein breites Aufgabenspektrum ab, spezialisierte Fachkräfte fehlten, so die Nobix Group. Auch größere Unternehmen, die Betriebsaufwände reduzieren wollten, kämen als Kunden in Frage. Neue Ansprüche an mobile Arbeitsmodelle, Cloud-Nutzung und strengere Regulatorik erforderten mehr Aufmerksamkeit, als viele Betriebe im Arbeitsalltag aufbringen könnten.
„Viele Unternehmen stehen vor der Herausforderung, ihre Netzwerke sicher und gleichzeitig flexibel betreiben zu müssen, ohne die dafür notwendige interne Infrastruktur dauerhaft bereitstellen zu können“, erklärt Volker Weihs, Gründer und Geschäftsführer von Albakom. „Network as a Service“ ermögliche damit einen stabilen, kontinuierlich betreuten Betrieb unabhängig von Größe oder Verteilung eines Unternehmens.
Sicherheit als integraler Bestandteil
Eine zentrale Rolle spielt die wachsende Gefahr von Cyberangriffen. Schutzmechanismen, kontinuierliche Aktualisierungen und zentral gesteuerte Sicherheitsrichtlinien sind wichtige Bestandteile des Angebots. „Netzwerksicherheit ist längst eine grundlegende Voraussetzung für digitale Geschäftsprozesse“, sagt Kimberly Stocker, Geschäftsführerin von Albakom und Director Group Marketing und Communications bei Nobix.
Die Umsetzung erfolgt auf Basis standardisierter Architekturansätze und kann je nach Unternehmensgröße innerhalb weniger Tage abgeschlossen werden. Nach einer initialen Bestandsaufnahme werden Anforderungen definiert, die technische Architektur vorbereitet und der Rollout größtenteils remote durchgeführt. Auch verteilte Standorte lassen sich einbinden, sodass sie als einheitlich gemanagtes Netzwerk betrieben werden können. Der laufende Betrieb wird zentral gesteuert und um optionalen Vor-Ort-Service bei Hardwaretausch oder regionalen Besonderheiten ergänzt.
Struktureller Entwicklungsschritt
Die Nobix Group sieht in „Network as a Service“ einen strukturellen Entwicklungsschritt bei der Bereitstellung von Netzwerkinfrastrukturen, insbesondere für kleine und mittlere Unternehmen. Zunehmende Standardisierung von IT-Services und der Trend zu Cloud-nahen Betriebsmodellen befeuerten die Nachfrage nach flexiblen Netzwerkdiensten.
„Wir beobachten eine klare Verschiebung hin zu servicebasierten Infrastrukturmodellen“, sagt Andreas Török, CEO der Nobix Group. „Network as a Service“ sei ein konsequenter Schritt, um Netzwerkbetrieb als skalierbare Leistung bereitzustellen und stärker in die bestehende Servicearchitektur der Gruppe zu integrieren.









