Office World wird das verbliebene Filialgeschäft Presseberichten zufolge in der Schweiz etappenweise einstellen. Demnach sollen bis zum Frühjahr 2027 die letzten zehn Standorte geschlossen werden. Mit dem Rückzug aus dem stationären Handel fallen 45 Vollzeitstellen weg.
Stationärer Verkauf rechnet sich nicht mehr
Als Grund nennt die Gruppe die anhaltend schwache Wirtschaftlichkeit des Ladenbetriebs. Die Entwicklung im Markt habe dazu geführt, dass Kundinnen und Kunden Büroartikel zunehmend online bestellen, während die Frequenz in den Geschäften weiter sinke. Aus Sicht des Unternehmens lässt sich das stationäre Geschäft unter diesen Bedingungen langfristig nicht mehr rentabel betreiben.
Schliessungen bis April 2027 geplant
Die betroffenen Mitarbeitenden in den noch verbleibenden Filialen wurden kürzlich über die Pläne informiert. Der Abbau soll in mehreren Schritten erfolgen: Nach bereits erfolgten Schliessungen in Sursee, Bern und Winterthur zu Jahresbeginn 2026 sollen Ende Juni 2026 zunächst die Türen in St. Gallen endgültig schliessen. Es folgen Regensdorf im September, Pratteln und das Glattzentrum im Oktober sowie Lausanne im Dezember. Für Februar 2027 ist das Aus für die Standorte Basel Dreispitz, Luzern, Steinhausen und Zürich Altstetten vorgesehen. Die letzte Filiale in Genf soll Ende April 2027 geschlossen werden.
Parallel dazu will Office World das übrige Geschäft ausbauen. Die Gruppe kündigt an, ihre Position als Komplettanbieter für Büroartikel und entsprechende Dienstleistungen in der Schweiz weiter zu stärken. Im Fokus steht dabei vor allem die Online-Plattform mit einem breiten Sortiment für Geschäftskunden und kleinere Endverbraucher.
Hinter Office World steht ein Joint Venture der Office World Holding AG und der PEG Papeteristen-Einkaufsgenossenschaft. Insgesamt beschäftigt die Gruppe nach eigenen Angaben rund 500 Mitarbeitende.







