Herr Kaplan, die fortschreitende Digitalisierung sowie neue Arbeitsmodelle verändern die Zusammenarbeit nachhaltig. Wie haben sich vor diesem Hintergrund die Anforderungen an Collaboration-Lösungen verändert?
Kaplan: Die Anforderungen an Collaboration-Lösungen haben sich nachhaltig verändert. Hybride Arbeitsweisen steigern den Bedarf an zuverlässiger und nahtloser Zusammenarbeit über verschiedene Standorte hinweg. Im Fokus stehen vor allem einfache, sofort nutzbare Tools, die höchste Ansprüche an Sicherheit und Datenschutz erfüllen. Zudem gewinnen Aspekte wie Skalierbarkeit und Interoperabilität an Bedeutung: Systeme müssen sich reibungslos in bestehende IT-Infrastrukturen integrieren lassen. Parallel dazu steigen die Erwartungen an die Qualität von Audio- und Videostreams. Unternehmen suchen daher heute plug-and-play-fähige, interoperable, sichere und skalierbare Collaboration- und Conferencing- Lösungen, die sich nahtlos in Raumsysteme und IT-Landschaften integrieren. Trends wie KI-gestützte Optimierung, verbesserte Raumsteuerung, hybride Arbeitsmodelle und erhöhte Sicherheitsanforderungen prägen die Nachfrage. Barco „ClickShare“ bleibt dabei ein zentrales Angebot, das einfache Inhaltsfreigabe, raumbezogene Optimierung und Interoperabilität in den Mittelpunkt stellt.
Welche Features sind besonders gefragt und wo sehen Sie die wichtigsten Alleinstellungsmerkmale?
Kaplan: Die zentralen Alleinstellungsmerkmale von „ClickShare“ liegen vor allem in der nahtlosen Integration von Präsentation, Steuerung und Raumtechnik. Die Lösungen lassen sich tief in bestehende Video- und Raumumgebungen einbinden und sind zugleich interoperabel mit allen gängigen Konferenzplattformen. Ein weiteres Kernmerkmal ist die einfache und verlässliche Wireless-Collaboration, unterstützt durch hohe Sicherheitsstandards, zentrale Verwaltungs-Tools und regelmäßige Updates – wahlweise aus der Cloud oder On-Premises. Darüber hinaus überzeugt „ClickShare“ durch Skalierbarkeit und Offenheit: von kleinen Meetingräumen bis hin zu großen Auditorien, mit professioneller 4K-Bildqualität, klarer Audioübertragung und automatischer Raumakustik-Optimierung. Hinzu kommt ein starkes Partner-Ökosystem, mit langfristigen Roadmaps und umfassenden Services. Nachhaltigkeit spielt ebenfalls eine tragende Rolle: langlebige Hardware, energieeffiziente Systeme und kontinuierliche Updates senken die Gesamtbetriebskosten über den gesamten Lebenszyklus hinweg.
Die wirtschaftliche Situation ist für viele Unternehmen von Unsicherheit geprägt. Wie wirkt sich dieses Umfeld auf die Geschäftsentwicklung von Barco im DACH-Markt aus – und welche Chancen sehen Sie speziell im Bereich Collaboration und Conferencing?
Kaplan: Innovationen treiben den Markt, und wir setzen immer schon auf Innovationen. Deswegen haben wir im Sommer unser neues „ClickShare Hub“ gelauncht. „ClickShare Hub“ ist ein modulares Videokonferenzraumsystem für verbesserte Hybridmeetings. Man kann Meetings einfach durch das Antippen des „ClickShare“-Bedienfelds starten und mit dem „ClickShare Button“ der nächsten Generation Inhalte in extrem hoher Wiedergabequalität freigeben. Besonders der neue „ClickShare Button“ hat es in sich, denn er kommt mit Wi-Fi 6E und bietet höhere Geschwindigkeiten, geringere Latenz und stabile Verbindungen für einem nahtlose Zusammenarbeit. Die Besonderheit von „ClickShare Hub“ ist seine Android-basierte Architektur in Kombination mit einer tiefgreifenden Integration von Microsoft Teams. Dies ermöglicht KI-gesteuerte Erlebnisse, ohne die kabellose Einfachheit zu beeinträchtigen, die „ClickShare“ zum Marktführer macht.
Die Zusammenarbeit mit Resellern hat einen hohen Stellenwert für Barco. Wie können diese von der steigenden Nachfrage profitieren?
Kaplan: Systemhäuser und Fachhändler profitieren durch skalierbare Projekte, Services und Margen. Lokale Verfügbarkeit und schnelle Umsetzung sichern den gemeinsamen Erfolg in Branchen unterschiedlichster Größe. Partner unterstützen wir daher durch eine gemeinsame Vertriebs- und Marktbearbeitung, technisches Enablement, eine lösungsorientierte Projektunterstützung, umfassenden Support, Firmware- Updates und Austauschprogramme sowie unser „connect Partner Program“, das als zentrale Säule für kontinuierliche Unterstützung sorgt.
Herr Wantia, aus Sicht eines Vertriebspartners: Welche Erfahrungen machen Sie aktuell mit der Nachfrage nach Barco-Collaboration-Lösungen?
Wantia: Die Nachfrage ist in der Corona-Zeit stark gestiegen. Während es damals jedoch darum ging, den „normalen“ Austausch ein Stück weit zu ersetzen, geht es heute eher darum, das Miteinander zu ergänzen und zu optimieren. Viele Unternehmen waren damals gezwungen, sich mit entsprechenden Lösungen auseinanderzusetzen – und möchten sie inzwischen nicht mehr missen. Die Anforderungen variieren zwar je nach Kunde, im Kern geht es jedoch immer darum, dass Systeme schnell, unkompliziert und nahtlos in bestehende Infrastrukturen integriert werden können. Außerdem beobachten wir einen klaren Trend: Früher waren reine Präsentationstools gefragt, heute stehen ganzheitliche Videokonferenzlösungen im Fokus, bei denen sich jeder Teilnehmer gleichwertig einbringen kann.











