Herr Kittner, wie bewerten Sie die aktuelle Geschäftslage Ihres Unternehmens resp. in ihrem Marktsegment, und welche Entwicklungen prägen Ihr Geschäft derzeit am stärksten?
Sedus ist wirtschaftlich solide, stabil und langfristig stark aufgestellt. Einen wesentlichen Beitrag dazu leistet unsere besondere Eigentümerstruktur mit zwei Stiftungen, die nachhaltiges und generationenübergreifendes unternehmerisches Handeln ermöglicht. Gleichzeitig verändert sich unser Markt deutlich: Gefragt sind heute nicht mehr ausschließlich einzelne Möbel, sondern ganzheitliche, flexible und individuell zugeschnittene Lösungen. Sedus hat sich deshalb konsequent zum Gesamtanbieter weiterentwickelt – von Einrichtungskonzepten und Beratungsleistungen über Services und digitale Lösungen für das Flächenmanagement bis hin zu zirkulären Angeboten. Diese Diversifizierung sowie die Fähigkeit, schnell und agil auf unterschiedliche Kundenanforderungen zu reagieren, prägen unser Geschäft derzeit besonders stark.
Mit welchem Blick gehen Sie in die kommenden sechs Monate, und wo sehen Sie angesichts des Marktumbruchs die größten Chancen beziehungsweise Risiken?
Wir blicken trotz der weiterhin anspruchsvollen Rahmenbedingungen mit Zuversicht auf die kommenden sechs Monate. Ein wichtiger Impuls wird die Orgatec sein, auf der wir unsere Anwendungs- und Lösungskompetenz mit einem neuen Konzept unter Beweis stellen wollen. Unser Ziel ist es, Entscheidern, Planern und Architekten konkrete Werkzeuge und Ansätze an die Hand zu geben, die komplexe Planungsprozesse vereinfachen. Große Chancen sehen wir zudem in ganzheitlichen und zirkulären Lösungen – von Mietmodellen bis zur Aufwertung bestehender Produkte. Risiken liegen vor allem in anhaltender Investitionszurückhaltung und kurzfristig schwankenden Marktbedingungen.







