Herr Mein, wie bewerten Sie die aktuelle Geschäftslage Ihres Unternehmens resp. in ihrem Marktsegment, und welche Entwicklungen prägen Ihr Geschäft derzeit am stärksten?
In einem insgesamt anspruchsvollen Markt bewerten wir unsere Geschäftslage als stabil – vor allem, weil wir uns frühzeitig breiter aufgestellt und vom reinen Fokus auf öffentliche Fördergelder gelöst haben. Der Digitalpakt 1.0 liegt hinter uns, und auf das Nachfolgeprogramm zu warten, ist angesichts der aktuellen Haushaltslagen für uns keine Option. Stattdessen treiben wir den B2B-Ausbau konsequent voran. Unser Portfolio an interaktiven Lösungen für den Unternehmenseinsatz haben wir gezielt um Non-Touch-Großformatdisplays erweitert. Mit TAA-Compliance und Non-OS-Systemen bieten wir genau das, was moderne IT-Abteilungen für maximale IT-Sicherheit fordern. Parallel haben wir uns im stark wachsenden LED-Segment strategisch hervorragend positioniert.
Mit welchem Blick gehen Sie in die kommenden sechs Monate, und wo sehen Sie angesichts des Marktumbruchs die größten Chancen beziehungsweise Risiken?
Wir blicken fokussiert und chancenorientiert auf das kommende Halbjahr. Die größte unmittelbare Wachstumschance sehen wir im LED-Umfeld, wo die Nachfrage nach großflächigen Corporate-Lösungen massiv anzieht. Das größte Risiko im Markt bleibt dagegen die Passivität. Wer weiter auf den beschlossenen Digitalpakt hofft, verliert den Anschluss. Die Realität zeigt, dass die Gelder in den Kommunen bislang kaum oder gar nicht ankommen. Unsere Unabhängigkeit von diesen staatlichen Zyklen und unsere klare B2B-Ausrichtung sind derzeit unser wichtigster strategischer Vorteil.







