Herr Wantia, wie bewerten Sie die aktuelle Geschäftslage Ihres Unternehmens resp. in ihrem Marktsegment, und welche Entwicklungen prägen Ihr Geschäft derzeit am stärksten?
Unsere derzeitige Situation würde ich als herausfordernd, aber stabil beschreiben. Da unser Fokus vor allem auf Office-Hardware liegt, ist die aktuelle Speicherkrise für uns eines der prägendsten Themen. Der starke Ausbau von KI-Rechenzentren bindet große Mengen leistungsfähiger Speicherchips und führt zu deutlichen Preissteigerungen und Engpässen bei Laptops, RAM, SSDs und weiteren Produkten. Eine Entspannung ist laut Experten frühestens 2028 zu erwarten. Hinzu kommen steigende Kosten, geopolitische Krisen und neue Marktbegleiter. Dennoch sehen wir uns gut aufgestellt, diese Herausforderungen zu meistern. Seit Jahren verfolgen wir konsequent eine Diversifizierungsstrategie und erweitern unser Portfolio kontinuierlich. So können wir Marktveränderungen besser abfedern und neue Umsatzpotenziale erschließen.
Mit welchem Blick gehen Sie in die kommenden sechs Monate, und wo sehen Sie angesichts des Marktumbruchs die größten Chancen beziehungsweise Risiken?
Wir sehen eine sehr volatile Markt- und gesamtwirtschaftliche Lage. Die größten Risiken liegen in der anhaltenden Unsicherheit, weiteren Kostensteigerungen und geopolitischen Verwerfungen, die Lieferketten und Investitionsentscheidungen belasten könnten. Eine schnelle Entspannung in den kommenden sechs Monaten ist nicht zu erwarten. Darauf sind wir vorbereitet und können flexibel auf die vielfältigen Herausforderungen reagieren. Gleichzeitig sehen wir klare operative Chancen und rechnen auch in der zweiten Jahreshälfte mit Wachstum in allen wesentlichen Bereichen – insbesondere bei unseren KI-Prozessen, der Mitarbeiterzahl sowie bei Umsatz und Ergebnis.







