Frau Aßmann, wie bewerten Sie die aktuelle Geschäftslage Ihres Unternehmens resp. in ihrem Marktsegment, und welche Entwicklungen prägen Ihr Geschäft derzeit am stärksten?
Von meinem Vater habe ich gelernt, was der schon von seinem Vater gelernt hat: „Das Geld muss erst verdient werden, bevor wir es ausgeben.“ Was typisch für ein Familienunternehmen wie Assmann ist, zahlt sich jetzt aus. Wir haben eine Eigenkapitalquote von mehr als 71 Prozent, sind nicht von Dritten abhängig. Weil wir solide gewirtschaftet und in schwierigen Situationen in die Zukunft investiert haben. Das gibt uns Stabilität und unseren Fachhandelspartnern die Sicherheit, langfristig mit einem wirtschaftlich starken und verlässlichen Unternehmen zusammenzuarbeiten. Ein Beispiel: Wir haben uns bereits 2017 intensiv mit Trends der Arbeitswelt auseinandergesetzt. Uns war klar, es geht nicht mehr nur um das reine Produkt – wie Tisch, Schrank oder Container. Sich dynamisch wandelnde Arbeitswelten brauchen Menschen, die diese denken und realisieren können: „All Your Workplace Needs“ – zusammen mit dem Fachhandel. Auch wir spüren Kauf- und Investitionszurückhaltung, können uns aber in der herausfordernden Marktsituation gut behaupten.
Mit welchem Blick gehen Sie in die kommenden sechs Monate, und wo sehen Sie angesichts des Marktumbruchs die größten Chancen beziehungsweise Risiken?
Wir richten den Fokus auf die Nähe zu unseren Handelspartnern und gemeinsame Möglichkeiten durch die strategische Ausrichtung als ganzheitlicher Anbieter und Gestalter moderner Arbeitswelten, in denen Menschen sich wohlfühlen und kreativ sein können – von der Idee über Beratung, Planung und Einrichtung durchdachter und nachhaltiger Büro- und Homeoffice-Lösungen, bis hin zum Smart-Office. Der Bereich Kreislaufwirtschaft mit den Themen ReBuy, Refurbish, ReSell, ist ein weiterer Baustein der Nachhaltigkeit, der neben Anforderungen der Future of Work und Digitalisierung eine Herausforderung ist, aber gleichzeitig auch Chancen bietet.







