Herr Leiss, wie bewerten Sie die aktuelle Geschäftslage Ihres Unternehmens resp. in ihrem Marktsegment, und welche Entwicklungen prägen Ihr Geschäft derzeit am stärksten?
Das Marktumfeld bleibt anspruchsvoll. Die fortschreitende Digitalisierung führt zu sinkenden Papiervolumina und damit zu einer rückläufigen Nachfrage in klassischen Produktsegmenten wie Aktenvernichtern. Gleichzeitig beobachten wir eine zurückhaltende Investitionsbereitschaft. Dennoch sehen wir positive Entwicklungen: Insbesondere der öffentliche Sektor investiert aktuell in Lösungen für die sichere Informationsverarbeitung, was die Nachfrage nach unseren High-Security-Aktenvernichtern stärkt. Ein weiterer Wachstumstreiber ist die datenschutzkonforme Vernichtung elektronischer Speichermedien. Durch den Ausbau von Rechenzentren und den zunehmenden Einsatz von KI steigt der Bedarf an Medienvernichtungslösungen. Gleichzeitig gewinnt die Beratungskompetenz des Fachhandels weiter an Bedeutung.
Mit welchem Blick gehen Sie in die kommenden sechs Monate, und wo sehen Sie angesichts des Marktumbruchs die größten Chancen beziehungsweise Risiken?
Wir blicken verhalten optimistisch auf die kommenden sechs Monate. Chancen sehen wir insbesondere dort, wo Datenschutz und Prozessoptimierung zusammenkommen. Viele Unternehmen und öffentliche Einrichtungen überprüfen derzeit ihre Prozesse zur Vernichtung vertraulicher Informationen und entscheiden sich zunehmend für interne Datenvernichtung. Daraus ergeben sich attraktive Potenziale für den Fachhandel. Zusätzliche Marktchancen erwarten wir im Bereich der Medienvernichtung, insbesondere durch die steigende Bedeutung der sicheren Vernichtung von Festplatten und SSDs. Risiken sehen wir vor allem in Budgetkürzungen und längeren Entscheidungszyklen, die Investitionen verzögern können.







