Epos mit Sitz in Kopenhagen ist auf hochwertige kabelgebundene und kabellose Headsets sowie weitere Audiolösungen für den professionellen Einsatz spezialisiert. Die Produkte basieren auf mehr als 100 Jahren Forschung im Bereich der Psychoakustik. Sie sind darauf ausgelegt, Hörermüdung zu reduzieren, Sprachverständlichkeit zu verbessern und die Konzentrationsfähigkeit am Arbeitsplatz zu unterstützen. Epos ist aus dem früheren Joint Venture von Demant und Sennheiser hervorgegangen und gilt als etablierter Anbieter im Premium-Enterprise-Segment.
Ein zentrales Differenzierungsmerkmal von Epos ist die Zertifizierung durch alle führenden Unified-Communications-Plattformen wie Microsoft Teams, Zoom oder Cisco. Damit gehört Epos zu einem vergleichsweise kleinen Kreis von Herstellern, die diese plattformübergreifenden Freigaben vorweisen können.
Mit der Übernahme will Acco Brands das bestehende Kensington-Portfolio für Computerzubehör gezielt in Richtung Enterprise-Headsets ausbauen. Der entsprechende Markt wird auf ein Volumen von rund 1,7 Milliarden US-Dollar geschätzt. Für den Fachhandel ergeben sich daraus zusätzliche Cross-Selling-Potenziale rund um Arbeitsplatzlösungen, hybride Arbeitsmodelle und moderne Kommunikationsinfrastrukturen. Jeppe Dalberg-Larsen, President von Epos, kommentierte: „Ich sehe starke Synergien und vielversprechende Möglichkeiten für Epos und Kensington, um unser gemeinsames Geschäft voranzutreiben.“
Effizienzgewinne erwartet
Epos erzielt einen Jahresumsatz von rund 80 Millionen US-Dollar. Acco Brands rechnet durch die Integration von Epos in die bestehende Organisation mit operativen Effizienzgewinnen, einer verbesserten Vertriebsleistung sowie mit Synergieeffekten in einer Größenordnung von 10 bis 15 Millionen US-Dollar, die innerhalb der kommenden zwei Jahre realisiert werden sollen. Für das Jahr 2026 wird ein leicht positiver Ergebnisbeitrag erwartet. Restrukturierungskosten sind mit rund 7 Millionen US-Dollar eingeplant.
Der Kaufpreis für Epos beläuft sich den Angaben zufolge auf 11,7 Millionen US-Dollar, einschließlich bis zu 3,5 Millionen US-Dollar an aufgeschobenen Zahlungen. Die Finanzierung erfolgt aus vorhandenen liquiden Mitteln von Acco Brands. Der Abschluss der Transaktion ist – vorbehaltlich der üblichen Genehmigungen – für Januar 2026 vorgesehen.







