Was heute als markanter blauer Kubus weithin sichtbar über dem Tal steht, begann als leerstehende Bestandsimmobilie mit dem Charakter einer Industriebrache. Dank der gut erhaltenen Stahlbetonstruktur konnte das Gebäude intelligent weiterentwickelt werden. Auf rund 5.800 m² flexibel nutzbarer Fläche entstand ein leistungsfähiges Logistikzentrum, das nicht nur Lager und Kommissionierprozesse unterstützt, sondern bei Bedarf jederzeit zu Produktionsflächen umgewandelt werden kann. Eine Vertikalförderanlage verbindet alle Ebenen und ermöglicht eine hochautomatisierte Warenlogistik.
Auffällig ist die 2.200 m² große bedruckte Textilfassade, die in den Unternehmensfarben gestaltet und mit dem Firmenlogo bedruckt ist. Sie verwandelt die einst unruhige Fassadenstruktur in einen ruhigen, ikonischen Kubus, der sofort ins Auge sticht. Tagsüber wirkt die Fassade wie ein homogener Körper, während in der Dämmerung die beleuchteten Fensterbänder ein faszinierendes Innen-Außen-Spiel erzeugen. Funktionale Aspekte wie Tageslichtnutzung und reduzierter Sonnenschutzbedarf paaren sich mit einem starken Corporate-Design-Ansatz.
Intern trägt das Logistikzentrum bei Schneider den Namen „blulog“ – eine Kombination aus „blu“ für die charakteristische Hausfarbe und „log“ für die Funktion des Gebäudes.
Anerkennung für Baukultur und Verantwortung
Die Auszeichnung Beispielhaftes Bauen im Landkreis Rottweil würdigt jährlich Architektur, die nicht nur funktional, sondern gesellschaftlich relevant ist. Die Jury betonte Kriterien wie gestalterische Qualität, konstruktive Ehrlichkeit, Einfügung in den Kontext sowie nachhaltigen Umgang mit Ressourcen – alles Eigenschaften, die das blulog-Projekt erfüllt. Es zeigt, so der Hersteller, das innovative Industriearchitektur und regionale Verwurzelung sich nicht ausschließen, sondern verstärken. Die Stadt Schramberg hebt das Projekt besonders als ein Beispiel für qualitätsvolle Gewerbebauten hervor, die zum positiven Stadtbild beitragen.







