Der Responsibility Report 2025/26 dokumentiert die Nachhaltigkeitsleistung von CWS Hygiene im Jahr 2025 und greift ausgewählte Entwicklungen aus dem laufenden Jahr auf. Einen Schwerpunkt bildet das zirkuläre Servicemodell. Je nach Produkt umfasst es Abholung, Reinigung, Wartung, Reparatur und Wiederaufbereitung.
In spezialisierten Zentren in Deutschland, den Niederlanden und Kroatien prüft, reinigt und repariert CWS Hygiene gebrauchte Spender. Bis zu 80 Prozent der Geräte, die 2026 in den Aufbereitungsprozess gelangen, lassen sich anschließend wieder in den Produktkreislauf zurückführen. Nicht mehr nutzbare Geräte dienen zum Teil als Quelle für Ersatzteile. Verbleibende Kunststoffteile gehen ins Recycling.
Laut Bericht verursacht die Wiederaufbereitung eines Spenders rund ein Fünftel der CO₂-Emissionen, die bei der Produktion eines Neugeräts entstehen. Die Berechnung berücksichtigt Transport, Energiebedarf und Ersatzteile.
Mehr Recyclingmaterial in den Produkten
Auch bei der Produktentwicklung will CWS Hygiene Materialien bewusster einsetzen und Produkte länger nutzbar machen. Ein Beispiel ist die 2025 eingeführte „PureLine EcoBlack“-Serie. Je nach Modell und technischen Anforderungen bestehen die Spender zu bis zu 98 Prozent aus Recyclingmaterial. Ein Teil davon stammt aus ausgedienten Elektrogeräten.
Zum Servicemodell gehören außerdem wiederverwendbare Verbrauchslösungen. Baumwollhandtuchrollen lassen sich laut Unternehmen bis zu 220-mal waschen und bei Bedarf reparieren.
Modernisierung der Wäschereien
CWS Hygiene betreibt europaweit 18 Wäschereien. Auch dort setzt das Unternehmen bei seinen Nachhaltigkeitsmaßnahmen an. Seit September 2025 modernisiert CWS Hygiene die Wäscherei in Leipzig für rund 2,5 Millionen Euro. Die neuen Anlagen sollen künftig bis zu 150 Tonnen CO₂ pro Jahr einsparen.
Zudem hat das Unternehmen die Servicetouren in Deutschland neu geplant. Dadurch soll die jährliche Fahrleistung um mehr als 260.000 Kilometer sinken.
Umweltdaten auf Produktebene
2025 untersuchte CWS Hygiene gemeinsam mit dem Beratungsunternehmen Hedgehog erstmals den CO₂-Fußabdruck von fünf Produkten. Dazu zählen Handtuchrollen, Seifenspender und Schmutzfangmatten. Die Berechnungen erfolgten nach ISO 14067. Sie sollen Ansatzpunkte für die Produktentwicklung liefern und Kunden genauere Umweltdaten für ihre Beschaffung zur Verfügung stellen.
2026 weitet CWS Hygiene die Analysen auf weitere Produkte der „PureLine“-Serie aus. Dazu gehören auch die „EcoBlack“-Spender. Eine unabhängige Verifizierung der Product Carbon Footprints ist vorgesehen.
Klimaziele sollen bis Ende 2026 vorliegen
Im April 2026 verpflichtete sich CWS Hygiene zur Science Based Targets initiative. Derzeit entwickelt das Unternehmen unternehmensweite Ziele zur Reduzierung seiner Emissionen. Bis Ende 2026 will CWS Hygiene diese zur Validierung einreichen. Parallel erweitert das Unternehmen seine Emissionsbilanzierung.
Der Responsibility Report umfasst die Aktivitäten von CWS Hygiene in 15 Ländern mit 18 Wäschereien sowie 130 Depots und Büros. Die Kennzahlen beziehen sich grundsätzlich auf das Kalenderjahr 2025 und werden durch ausgewählte Entwicklungen aus dem Jahr 2026 ergänzt.








