Wie das Unternehmen jetzt mitteilte, hat der Vorstand bereits Ende Oktober einen Restrukturierungsprozess zusammen mit Experten von Hahn Consultants und der Kanzlei Oppenhoff & Partner gestartet, der nun in das beantragte Eigenverwaltungsverfahren mündet. Dafür hat sich König + Neurath die Unterstützung von Dr. Jens Schmidt und Marion Rodine, beide Partner bei Runkel Rechtsanwälte, gesichert, die dem Vorstand als Generalhandlungsbevollmächtigte zur Seite stehen. Das Eigenverwaltungsverfahren ist eine besondere Art des Insolvenzverfahrens, bei dem der Vorstand im Amt bleibt und von einem Sachwalter überwacht wird.
König + Neurath beschäftigt in Karben, 15 Kilometer nördlich von Frankfurt gelegen, rund 830 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Die Belegschaft wurde bereits persönlich über die aktuelle Lage informiert. Seit dem Sommer habe sich der Absatzmarkt des ohnehin schon schwachen Büromöbelmarkts noch einmal massiv verändert, es sei zu einem „lawinenartigen Abrutsch bei Neuaufträgen“ gekommen. Aus diesem Grund sei im November eine notwendige Finanzierungsrunde gescheitert.
Erste Aufgaben der Eigenverwaltung, so die Presseinfo, seien die Absicherung der Gehälter für alle Mitarbeitenden über einen Zeitraum von drei Monaten zu gewährleisten und die Finanzierung für die kommenden Monate sicherzustellen.
Die Vorstände von König + Neurath, Steffen Schwerd (CEO) und Rainer Raschke (CFO), erklären gemeinsam: „Der Büromöbelmarkt ist zyklisch, die mehrjährige negative Entwicklung hält an. Deshalb müssen wir das Unternehmen unter Einbeziehung der Belegschaft und des Betriebsrats sanieren. Von unserer Zukunftschance als Impulsgeber sind wir überzeugt, weil König + Neurath über großes Know-how als qualitätsführender und innovativer Büromöbel-Pionier verfügt.“







