Als Hermann Holtz magnetoplan am 18. März 1956 in Wiesbaden gründete, hatte er die entscheidende Idee bereits umgesetzt. Auf der Suche nach einer Möglichkeit, Abläufe in mehreren Apotheken und Laboren gleichzeitig zu überblicken und zu steuern, entwickelte er in seinem Labor die erste magnetische Planungstafel der Welt. 1958 wurde sie in zahlreichen Ländern patentiert. Damit war nicht nur ein neues Produkt entstanden, sondern eine ganze Produktkategorie.
Aus der Erfindung erwuchs eine Marke, die heute weltweit zu den bekanntesten ihrer Art zählt – und dennoch bis heute in Wiesbaden zu Hause ist. Schon früh wurde das Sortiment erweitert, etwa um Magnetgummi, Magnetpapier sowie Wand- und Schienensysteme. Über 120 Patente und Gebrauchsmuster unterstreichen die Innovationskraft des Unternehmens. Bereits 1971 liefen Lizenzproduktionen in Singapur, Indonesien und Japan – eine Reichweite, die man einem mittelständischen Wiesbadener Familienunternehmen nicht unbedingt zutrauen würde.
Drei Generationen, ein gemeinsamer Anspruch
Jede Generation prägte magnetoplan auf eigene Weise. Gründer Hermann Holtz legte mit seiner Erfindung den Grundstein. Sein Sohn Peter Holtz-Kathan stärkte Qualität und Internationalisierung und gab der Marke globale Reichweite. In dritter Generation setzen Christopher Holtz-Kathan und seine Frau Elke verstärkt auf Designkompetenz, gestalterische Konsequenz und Prozessqualität.
Für diese Entwicklung stehen auch zahlreiche Auszeichnungen. Das Infinity Wall Whiteboard, seit 2018 auf dem Markt, erhielt mehrere renommierte Design- und Innovationspreise. Hinzu kommen der Große Preis des Mittelstandes sowie aktuelle Nachhaltigkeitszertifikate wie FSC-Standards, GRS-Materialien und EcoVadis-Silber. Im Markt besonders wertvoll ist die Verbindung aus Sortimentsbreite und individueller Lösungskompetenz – von Standardprodukten bis zu maßgeschneiderten Systemen.
Trotz aller Entwicklung ist magnetoplan seinen Wurzeln treu geblieben: inhabergeführt, langfristig orientiert und geprägt von Kundenbeziehungen über Generationen hinweg. 70 Jahre nach der Idee aus dem Apothekenlabor steht bereits die nächste Generation bereit. Die Geschichte von magnetoplan ist damit noch lange nicht zu Ende.










