Die Umsätze der PBS-Markenindustrie gingen in Deutschland laut Verband im Zeitraum Januar bis September 2024 insgesamt 3,8 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum zurück. Negative Treiber waren dabei Papier (minus 3,1 Prozent) und insbesondere der Bürobedarf (minus 4,8 Prozent), das Segment Schreiben konnte um ein Prozent zulegen. Im europäischen Vergleich gab es bei Papier und Bürobedarf nur geringe Verluste, ein Zuwachs von 3,9 Prozent im Segment Schreiben sorgt sogar für ein leicht positives Ergebnis (0,2 Prozent).
Insights gab es seitens der GfK. Demnach habe sich die Lage der Unternehmen in Deutschland weiter verschlechtert, aktuell sprechen die Zahlen für eine Rezession. Auch die Verbraucherstimmung habe einen Rückschlag erlebt. Die Einkommens- und Konjunkturerwartungen müssen spürbare Einbußen hinnehmen. Reale Einkommensverluste fördern die Sparneigung der Konsumenten.
Bei den Abverkäufen im Handel konnte der PBS-Markt aber das Vor-Corona-Niveau nahezu erreichen. In den Monaten Januar bis September 2024 erreichte die Branche einen Umsatz von 963,4 Millionen Euro (plus 1 Prozent gegenüber Vorjahr). Die positive Entwicklung im PBS-Bereich fand im Fachhandel und im Non-Food-Handel statt, der Lebensmitteleinzelhandel, der in Coronazeiten geboomt hatte, musste Verluste hinnehmen. Bis auf Office-Organisation und -Klebeprodukte verzeichneten laut GFK alle Kategorien ein leichtes Plus. Insbesondere die Kategorie Schreiben stärkt den Fachhandel. Im Back-to-School-Geschäft von Juni bis September konnte die GfK eine deutliche positive Entwicklung feststellen, die Umsätze im Handel stiegen um zwei Prozent auf 478,4 Millionen Euro. Von Januar 23 bis September 24 konnten die Online-Verkäufe in allen Kategorien deutlich zulegen, ausnahmen machen dabei lediglich die im traditionellen Handel stark vertretenen Segmente Bleistifte und Buntstifte.
Produkte des Jahres und Armin Herdegen nimmt Abschied
In der Kategorie B2B gewann der „Lamy safari note +“, ein ergonomisches Schreibgeräte für digitale Notizen auf dem iPad im klassischen Safari-Design. Zum Produkt des Jahres in der Kategorie B2C kürten die Teilnehmenden den Stempel „Creative Mini Böse Sprüche“ von trodat. Der kleine Drehstempel konnte mit Sprüchen wie „Bla-Bla-Bla“, „Heul doch“ und „Ich höre nur Mimimi“ überzeugen.
Kein Mimimi-Hören wollte der Geschäftsführer der Trodat Vertriebs GmbH, Vorstandsvorsitzender und Sprecher des Markenverbandes Armin Herdegen, der die Veranstaltung zum Anlass nahm, um seinen Abschied aus der PBS-Branche bekanntzugeben. Der 55-Jährige gelernte Optiker kehrt zu seinen Wurzeln zurück, um die Geschäftsführung eines mittelständischen Familienunternehmens mit vielen Filialen und Sitz in Norddeutschland zu übernehmen. Auf den vakanten Platz im Verbandsvorstand rückt Frank Indenkämpen, Geschäftsführer von Novus Dahle. Interimsmäßig wird die Rolle des Verbandssprechers bis zu den Vorstandswahlen im November 2025 von Volker Jungeblut übernommen.
Das Konferenzthema „Künstliche Intelligenz im Unternehmen“ wurde mit vier spannenden Impulsvorträgen bearbeitet, eingeleitet vom selbsternannten KI-Erklärer Jan Ditgen, der mit viel Humor in die „Wunderwelt KI – eine unterhaltsame Übersicht über Chancen und Risiken“ einführte. Dr. Ing. Oliver Kunert, Leiter Consulting, Grass-Merkur behandelte in seinem Vortrag „Künstliche Intelligenz (KI) – bist du sicher?“ das Thema Datensicherheit und KI; Linda Kiss, Teamlead Digital Marketing bei Durable stellte ihre Masterthesis vor zum Thema „KI in der Anwendung im E-Commerce in KMUs“ und den Abschluss machte Hans Peter Pichler, CEO, Five Square mit seinem Vortrag „Künstliche Intelligenz: From Hype to Reality“, der KI als Werkzeugkasten für die vielen Möglichkeiten der neuen Technologie im Unternehmenseinsatz definiert.
Kontakt: www.pbs-markenindustrie.de










