Als Gründe für die Schließung der Produktion am Standort in Heilbronn nennt das Traditionsunternehmen Mayer-Network vor allem die zunehmende Digitalisierung und die damit verbundene rückläufige Nachfrage nach Briefumschlägen und Kuverts. Zusätzlich belasten steigende Kosten sowie Überkapazitäten.
Die Firmengruppe wurde 1877 in Heilbronn als „Ernst Mayer Briefhüllenfabrik“ gegründet und expandierte Anfang der 2000er Jahre als Mayer-Kuvert-network durch mehrere Übernahmen in große Teile Europas. Heute umfasst die Gruppe mehr als 30 einzelne Unternehmen und beschäftigt insgesamt über 1500 Mitarbeitende.
Trotz des Produktionsstopps soll Heilbronn der Hauptsitz des Unternehmens bleiben: Druckerei, Logistikdienstleistungen und die Hauptverwaltung sollen dort weiterhin angesiedelt bleiben. Die Produktion werde künftig unter anderem bei der Tochtergesellschaft Torgau-Kuvert in Brandenburg sowie an weiteren europäischen Standorten fortgeführt.
Erst im Dezember 2025 hatte das Unternehmen die Digitaltochter „Wunderhub“ abgestoßen. Parallel setzt die Mayer-Gruppe neben klassischen Briefumschlägen auch auf neue Nachfragefelder wie E-Commerce-Versandtaschen, um vom wachsenden Online-Handel zu profitieren. Die Maßnahmen am Stammsitz konnten die Einstellung der Produktion in Heilbronn jedoch nicht verhindern.







