Nach Unternehmensangaben ist die Umbenennung Teil einer strategischen Neupositionierung. Pantum Technology will seine Ressourcen künftig noch stärker auf zentrale Wachstumsfelder im Bereich Drucktechnologie konzentrieren. Dazu zählen Investitionen in Forschung und Entwicklung, unter anderem bei Chips, Kernkomponenten und Technologien entlang der industriellen Wertschöpfungskette. Ziel sei es, die technologische Eigenständigkeit und Kontrolle über zentrale Bereiche der Liefer- und Produktionskette weiter auszubauen.
Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf der Integration des industriellen Ökosystems. Pantum Technology will unter einer einheitlichen Markenidentität die Zusammenarbeit mit vor- und nachgelagerten Zulieferern stärken und damit die eigene Position innerhalb der chinesischen Druckindustrie ausbauen. Nach eigenen Angaben arbeitet das Unternehmen mit mehr als 100 Zulieferern zusammen und verfügt über ein integriertes Forschungs- und Entwicklungssystem, das Chips, Verbrauchsmaterialien und komplette Drucksysteme umfasst.
Auch die internationale Expansion soll durch die neue Markenidentität unterstützt werden. Pantum-Produkte werden Unternehmensangaben zufolge in mehr als 110 Ländern und Regionen verkauft. Die kumulierten Auslieferungen sollen inzwischen mehr als 20 Millionen Einheiten betragen. Das Unternehmen sieht die Umbenennung daher auch als Schritt, chinesische Drucktechnologie und die Marke Pantum im globalen Markt sichtbarer zu positionieren.
Im Zuge der strategischen Neuausrichtung stellte Pantum Technology zudem neue Produkte vor. Dazu gehören ein KI-Multifunktionsdrucker sowie die neue Impact-Resistant-Mini-Serie. Der KI-Drucker soll unter anderem Sprachsteuerung, Lernunterstützung und Funktionen zur Geräteüberwachung bieten. Die Impact-Resistant-Mini-Serie richtet sich vor allem an kommerzielle Büroumgebungen und ist nach Unternehmensangaben auf hohe Langlebigkeit ausgelegt.
Vom Patronenhersteller zum Druckerkonzern
Die Umbenennung steht zugleich für die Entwicklung des Konzerns von einem Anbieter kompatibler Verbrauchsmaterialien hin zu einem breiter aufgestellten Drucktechnologieunternehmen. Ninestar wurde im Jahr 2000 im chinesischen Zhuhai gegründet und war zunächst vor allem mit kompatiblen Druckerpatronen, Tonern und Chips verbunden. In den Folgejahren baute der Konzern seine Aktivitäten in Bereichen wie Druckerchips, Tonerentwicklung, Firmware, Laserdruckwerke und eigene Druckerplattformen aus.
Einen wichtigen Schritt markierte die Einführung der Marke Pantum im Jahr 2010. Pantum entwickelte sich seither zu einer international sichtbaren Druckermarke, während der Name Ninestar außerhalb der Branche weniger bekannt blieb. Die stärkere Ausrichtung auf Pantum dürfte daher auch der internationalen Markenwahrnehmung dienen und die Positionierung im Markt für komplette Drucklösungen schärfen.
Für die zur Unternehmensgruppe gehörende Marke G&G dürfte sich durch die Umbenennung zunächst wenig ändern. G&G bleibt als Marke für kompatible Toner, Tintenpatronen und Druckerzubehör positioniert. Die neue Konzernbezeichnung unterstreicht jedoch, dass Pantum innerhalb der Gruppe eine zentrale Rolle einnimmt und der Fokus künftig noch stärker auf eigenen Drucksystemen und Kerntechnologien liegen soll.
Mit der Umbenennung von Ninestar in Pantum Technology verbindet das Unternehmen den Anspruch, sich von einem Anbieter für Drucktechnologie und intelligente Fertigung zu einem breiter aufgestellten Technologiekonzern mit Schwerpunkt Drucktechnologie weiterzuentwickeln.







