Wie der Verband anlässlich der Verleihung des Europäischen Papierrecyclingpreis in Brüssel mitteilte, stelle diese Zielmarke stellt auf globaler Ebene und in der gesamten Industrie einen Spitzenwert dar, Papier und Pappe seien schon heute die in Europa am häufigsten recycelten Materialien. Die Verpflichtung ist in der neuen „Europäischen Erklärung zum Papierrecycling 2021-2030“ niedergelegt. In dem Dokument werden Maßnahmen zur Optimierung der Papierbewirtschaftung auf jeder Stufe eines kontinuierlichen Recyclingkreislaufs dargelegt. Dies umfasst eine Vielzahl von Vorgängen, von der Herstellung von Papier und Pappe über die Verarbeitung zu Produkten und Druckerzeugnissen bis hin zur Sammlung, Sortierung und zum Recycling. Jeder Schritt in diesem Prozess sei heute noch ein eigenständiger Industriezweig mit nur einem gewissen Maß an horizontaler Integration, so dass die stärkere Zusammenarbeit ein Muss ist, um das ehrgeizige Recyclingziel zu erreichen. Eine weitere Forderung der Branche lautet, die Verwendung von Papierabfällen für die energetische Verwertung zu begrenzen und eine getrennte Sammlung von Papier zu gewährleisten, um die Qualität des Materials zu erhalten. Im Jahr 2021 lag die Recyclingquote nach Angaben der CEPI (Confederation of European Paper Industries) bei 71,4 Prozent.
Beim Europäischen Papierrecyclingpreis wurden zwei Projekte ausgezeichnet, die sich mit diesen Themen beschäftigen, darunter auch ein Projekt aus Deutschland: EnEWA, ein vom deutschen Bundesministerium für Klimaschutz finanziertes Forschungs- und Entwicklungsprojekt, konzentriert sich auf die Optimierung der Sortierung, Reinigung und Verwertung von Papier, auch wenn es mit anderen Haushalts- oder Gewerbeabfällen vermischt ist. Das zweite ausgezeichnete Projekt CELAB ist eine branchenübergreifende Initiative zum Recycling von Selbstklebeetiketten.
Kontakt: www.cepi.org








