Samsung steht laut dem aktuellen „Public Display Market Tracker“ des Marktforschungsinstituts Omdia (Q4 2025) erneut an der Spitze des weltweiten Markts für kommerzielle Displays. Gemessen an den Stückverkäufen – ohne Fernseher für Endverbraucher – kommt das Unternehmen auf einen Marktanteil von 35,2 Prozent. Diese Position hält Samsung nach eigenen Angaben seit 2009 ununterbrochen. Im vergangenen Jahr erzielte der Konzern mit mehr als 2,5 Millionen verkauften B2B-Displays zudem den höchsten Jahresabsatz seiner Unternehmensgeschichte in diesem Segment.
Den Erfolg führt Samsung dabei auf ein breit aufgestelltes Produktprogramm zurück, das Display-Hardware mit Cloud- und KI-basierten Lösungen für Einzelhandel, Unternehmen, Bildungseinrichtungen und Gastgewerbe kombiniert. „Unsere Spitzenposition im Bereich Displays verdanken wir dem engen Austausch mit unseren B2B-Kunden und unserer Fähigkeit, uns gemeinsam mit ihnen weiterzuentwickeln“, sagte Hyoung Jae Kim, Executive Vice President des Visual Display Business bei Samsung Electronics. Man werde weiter in Displays und Lösungen investieren, die „effizientes Arbeiten ermöglichen und in Räumen Erlebnisse schaffen“.
Spatial Display und Color E-Paper als neue Produktkategorien
Innerhalb des B2B-Portfolios setzt Samsung auf mehrere neue Produktlinien. Das in diesem Jahr vorgestellte Spatial Display soll dreidimensionale Inhalte ohne zusätzliche Hilfsmittel darstellen können und ist laut Samsung nur 52 Millimeter tief. Das Gerät wurde bereits mit einem CES 2026 Innovation Award in der Kategorie Enterprise Technology sowie einem iF Design Award 2026 ausgezeichnet. Samsung plant nach eigenen Angaben, das Sortiment künftig um weitere Bildschirmgrößen zu ergänzen.
Als Alternative zu klassischen Papierplakaten positioniert Samsung seine Color-E-Paper-Serie. Die Displays sollen beim Anzeigen statischer Inhalte nahezu keinen Strom verbrauchen – Energie wird laut Samsung lediglich für Inhaltsaktualisierungen, Änderungen oder die Geräteüberwachung benötigt. Auch beim Thema Nachhaltigkeit setzt das Unternehmen Akzente: Das Gehäuse des 13-Zoll-Modells besteht laut Samsung zu 45 Prozent aus recyceltem Kunststoff, zudem basieren 10 Prozent der eingesetzten Gehäusekunststoffe auf einem Bio-Harz aus Planktonöl. Damit handele es sich um das weltweit erste Samsung-Display, das dieses Material verwendet.
Großformate für den Point of Sale
Für den Einsatz im Handel und in Geschäftsumgebungen bietet Samsung mehrere großformatige Displays an. Zum aktuellen Sortiment gehören laut dem Unternehmen ein 105-Zoll-Display (Modell QPDX-5K) und ein 115-Zoll-Display (Modell QHFX). Darüber hinaus kündigt Samsung eine 130-Zoll-Micro-RGB-Signage-Lösung (QPHX-Modell) für den kommerziellen Einsatz an. Die Geräte sollen es Marken ermöglichen, Inhalte großflächig und aufmerksamkeitsstark am Point of Sale zu präsentieren.
Software und KI-Integration als strategische Ergänzung
Neben der Hardware baut Samsung das Lösungsgeschäft weiter aus. Das Content-Management-System Samsung VXT ermöglicht laut dem Unternehmen die Fernverwaltung von Geräten und Displays. Ergänzend dazu bietet Samsung eine neue AI Studio App an, mit der sich aus einem einzelnen Produktbild Videoinhalte für Digital-Signage-Anwendungen erstellen lassen sollen. Samsung VXT wird laut Unternehmensangaben separat vertrieben, die Verfügbarkeit variiert je nach Region. Mit der Verknüpfung von Hardware und softwaregestützten Diensten will Samsung die Marktführerschaft im kommerziellen Display-Segment langfristig absichern.







