Laut Mitteilung von Snom markiert das abgelaufene Geschäftsjahr eine Trendwende in der DACH-Region: Nach negativen Vorjahresergebnissen sei dort wieder Stabilität erreicht worden. Verantwortlich macht das Unternehmen dafür eine überarbeitete Vertriebsstrategie und den Ausbau des lokalen Teams. Albanini, seit einem Jahr Senior VP Sales & Operations, verweist auf die Wirkung mittel- bis langfristiger Investitionen, insbesondere auf der Iberischen Halbinsel.
Internationale Märkte mit gemischtem Bild
Italien und Frankreich entwickelten sich laut Snom trotz schwieriger wirtschaftlicher Rahmenbedingungen – vor allem in Frankreich – stabil. Spanien und Portugal hätten sich zu zentralen Wachstumstreibern im Telekommunikationsgeschäft entwickelt. Positive Signale kommen dem Unternehmen zufolge auch aus dem Balkanraum sowie aus der APAC-Region, wo neue Distributionspartnerschaften die Präsenz stärken sollen. Australien und Indien hebt Snom als besonders dynamische Märkte hervor.
Stabil verläuft das Geschäft nach Angaben des Unternehmens in Großbritannien, den Benelux-Staaten, den nordischen Ländern und Polen. Schwieriger gestaltet sich die Lage in den GUS-Staaten, im Nahen Osten und in Afrika, wo geopolitische Faktoren das Geschäft belasten. Maßnahmen zur Wiederbelebung dieser Regionen seien bereits geplant.
Mehr als 20 neue Geräte und Hospitality-Wachstum
Snom hat sein Portfolio im vergangenen Geschäftsjahr nach eigenen Angaben um über zwanzig neue Geräte erweitert, darunter Tischtelefone, DECT-Lösungen und Zubehör. Mit der Weiterentwicklung der D8xx-Serie deckt das Unternehmen nach eigener Darstellung sämtliche Marktsegmente ab und ergänzt damit die Reihen D1xx und D7xx. Diese Breite eröffne zusätzliche Chancen im OEM-Geschäft, da immer mehr Anbieter die Endgerätefertigung auslagern würden.
Im DECT-Segment nennt Snom die Multizellen-Basisstation M900 und das Handgerät M70 als Spitzenprodukte. Das Single-Cell-Portfolio wurde mit der Neupositionierung des M110 sowie den neuen Modellen M253 und M256 erweitert. Besonders dynamisch entwickelte sich laut Snom das Hospitality-Segment, in dem sich die verkauften Stückzahlen verdoppelt hätten. Auch das Zubehörgeschäft mit Headsets, Videokameras und Konferenzlösungen wachse weiter.
Interoperabilität und operative Umstrukturierung
Snom verweist auf mehr als 100 Technologiepartnerschaften weltweit und bezeichnet Interoperabilität als einen der Grundpfeiler seiner Strategie. Albanini betont, das Unternehmen investiere kontinuierlich in die Zertifizierung der Geräte, um Kompatibilität und Wahlfreiheit zu gewährleisten.
Operativ habe Snom die Abstimmung zwischen Marketing und Vertrieb intensiviert und neue Tools für das Lead-Management eingeführt. Der Umzug in ein leistungsfähigeres Logistikzentrum habe die Lieferzeiten verkürzt. Forschung und Entwicklung seien stärker an den Marktanforderungen ausgerichtet worden.
Distribution Awards für DACH-Partner
Im Rahmen der Distribution Awards für das Geschäftsjahr 2025/26 erhalten in der DACH-Region den Platinstatus die ADN – Advanced Digital Network Distribution GmbH, ALLNET GmbH Computersysteme, ALSO Deutschland GmbH, Ingram Micro Distribution GmbH und Michael AG sowie die Alltron AG in der Schweiz. Den Goldstatus vergibt Snom in Deutschland an die Komsa Kommunikation Sachsen AG und in der Schweiz an die Studerus AG.








