Herr Hardge, der Monitor ist heute weit mehr als eine reine Anzeigefläche. Wie hat sich seine Rolle im professionellen Arbeitsplatzumfeld aus Ihrer Sicht verändert?
Der Monitor hat sich vom passiven Wiedergabegerät zur aktiven Steuerzentrale des modernen Workplace gewandelt. Großformatige Displays mit integrierten Webcams und Mikrofonen fungieren heute als echte „Kommunikationszentralen“: Ein einziges Gerät übernimmt die Videokonferenz, die gleichzeitige Darstellung mehrerer Anwendungen und die Anbindung sämtlicher Peripherie. Das Stichwort lautet Clean Desk – und das gelingt nur, wenn der Monitor selbst als vollständiger Connectivity-Hub ausgelegt ist.
Welche Funktionen muss ein moderner Business-Monitor heute erfüllen, um den Anforderungen am IT-Arbeitsplatz wirklich gerecht zu werden?
Die Geräte müssen sich nahtlos in hybride Arbeitsumgebungen einfügen, bezahlbar, langlebig und energieeffizient sein. Eine hochauflösende QHD- oder WQHD-Auflösung ist heute Mindeststandard. Wer mehr Arbeitsfläche benötigt, greift zur Ultrawide-Option. Unser „AOC CU34E4CW“ etwa bietet als 34-Zoll-Curved-Ultrawide im 21:9-Format Platz für zwei nebeneinander geöffnete Anwendungen in optimaler Größe – ohne zweiten Monitor. Für besonders intensive Collaboration-Szenarien empfehlen wir den „Philips 49B2U5900CH“: Dieses SuperWide-Modell mit 49 Zoll im 32:9-Format, integrierter USB-C-Dockingstation und 5-MP-Webcam mit Windows Hello ersetzt praktisch zwei 27-Zoll-QHD-Displays und macht den Schreibtisch zur vollständigen Arbeitsplattform.
Beim Thema Energie und Nachhaltigkeit setzen wir mit dem PowerSensor und dem LightSensor Maßstäbe: Der PowerSensor erkennt per Infrarotsignal, ob sich jemand am Platz befindet, und fährt den Monitor in den Sleep Mode, wenn niemand davorsitzt. Die LightSensor-Technologie passt die Helligkeit zusätzlich an das Umgebungslicht an. Unsere Business-Modelle beider Marken tragen das Siegel TCO Certified, Generation 10, für die Erfüllung höchster ökologischer, sozialer und kreislaufwirtschaftlicher Anforderungen über den gesamten Produktlebenszyklus. Darüber hinaus sind AOC und Philips Monitors als „EPEAT Climate+“-Champions zertifiziert, und unser Mutterkonzern TPV Technology wurde jüngst mit dem EcoVadis-Platin-Rating ausgezeichnet. Eine fünfjährige Garantie auf die „E4/P4“-Serien von AOC sowie die „B2“- Reihe von Philips rundet das Paket ab.
Was bedeuten diese veränderten Anforderungen für Sie als Hersteller?
Das Markenversprechen von Philips und die Display-Fertigungskompetenz von TPV bilden die Grundlage, stets innovative Produkte für vielfältige Anwendergruppen zu entwickeln. Ob ergonomische Lösungen für den geteilten Arbeitsplatz, Monitore mit Webcam und Mikrofon fürs Homeoffice, portable Modelle für den Außendienst oder interaktive Touchdisplays für den Point of Sale – wir sehen es als unsere Kernaufgabe, für die verschiedensten Einsatzszenarien leistungsstarke, zukunftssichere und umweltfreundliche Lösungen bereitzustellen.
Als Monitorspezialist können wir uns durch die schnelle Adaption geforderter Features und technischer Neuerungen klar vom Wettbewerb differenzieren. Geräte mit vielseitiger Technik – hohe Konnektivität, integrierte Kommunikationslösungen, anspruchsvolle Nachhaltigkeitszertifizierungen – sind für den Handel attraktiv. Sie erzielen einen höheren durchschnittlichen Verkaufspreis und sind margenträchtiger, erfordern aber auch Know-how in der Beratung, etwa hinsichtlich der Kompatibilität mit unterschiedlichen Client-Systemen. Deshalb differenzieren wir im Portfolio klar zwischen Consumer- und Business-Geräten.
Welche Rolle wird der Monitor künftig am IT-Arbeitsplatz spielen – als Produktivitätszentrale, als Collaboration-Hub oder in einer ganz anderen Funktion?
Ob Remote Working, Desk-Sharing, Activity-Based-Working – die Arbeitswelt befindet sich in einem fundamentalen Umbruch. Bei aller Mobilität ist jedoch klar: Nahezu jeder Bildschirmarbeiter braucht einen Ort für konzentriertes, ergonomisches Arbeiten. Der leistungsstarke Monitor bleibt der zentrale Dreh- und Angelpunkt auf dem Schreibtisch.
Technologisch erleben wir bereits den Wandel von LCD zu OLED. Die überlegene Kontrastdarstellung, perfekte Schwarzwerte und schnelle Reaktionszeiten von OLED werden mittelfristig auch im Business-Segment zum Standard – so wie wir es im Gaming-Bereich bereits heute beobachten. Gleichzeitig wird der Monitor als intelligentes Werkzeug weiter an Bedeutung gewinnen: Mit zunehmend integrierten KI-Funktionen – etwa für automatisches Framing in Videokonferenzen oder adaptives Energiemanagement – wird er noch stärker zum aktiven Partner des modernen Wissensarbeiters.










