Das preisgekrönte Konzept basiert auf drei Hauptsäulen: der Nutzung von grünem Wasserstoff, der Elektrifizierung von Prozessdampf mit angeschlossenem Wärmespeicher sowie der Nutzung einer KI-gestützten Steuerung flexibler Versorgungsanlagen zur Kostenoptimierung. Das Hamburger Werk ist das größte Produktionswerk im tesa-Netzwerk. Hier werden energieintensiv Industrie-Klebebänder für die Elektronik-, Automobil-, Druck- und Papierindustrie hergestellt. Dabei erfordert die Produktion erhebliche Mengen an Prozesswärme und -dampf.
tesa zählt zu den ersten Unternehmen in Hamburg, die grünen Wasserstoff in großem Maßstab für die Klebebandproduktion einsetzen. Damit leistet das Unternehmen einen Beitrag zum nationalen Hochlauf dieser zukunftsweisenden Technologie. Im Rahmen der Energietransformation modernisiert der Hersteller die bestehenden Dampfkessel und stattet sie mit dualen Brennern aus, die Wasserstoff nutzen können. Zudem wird der benötigte Dampf elektrisch erzeugt und kann bis zur Nutzung eingespeichert werden. Ab Ende 2027 wird tesa am Standort nachhaltigen Dampf und Prozesswärme aus grünem Wasserstoff und Strom aus erneuerbaren Quellen erzeugen können, sobald die Anschlussleitungen an das von der Stadt Hamburg aufgebaute Wasserstoffnetz gelegt und die Investitionsprojekte umgesetzt sind.
Die entstehenden operativen Mehrkosten für erneuerbare Energieträger werden anteilig durch einen Klimaschutzvertrag mit dem Bund ausgeglichen. Die Umweltwirkungen des Projekts sind beeindruckend: Der Primärenergiebedarf wird um 30 Prozent reduziert, die CO₂-Emissionen sinken um 90 Prozent. Mit dieser Maßnahme bekräftigt tesa sein Engagement für den Weg zur klimaneutralen Produktion bis zum Jahr 2030.
Hohe Übertragbarkeit und zukunftsweisende Technologien
„Diese Auszeichnung ist eine wichtige Anerkennung für unsere konsequente Nachhaltigkeitsstrategie. Mit unserem innovativen Energieeffizienzkonzept zeigen wir, dass klimaneutrale Produktion auch in der Chemiebranche möglich ist und schaffen ein Modell, das auch andere Unternehmen nutzen können“, erklärt Dr. Ingrid Sebald, Vorständin Technologie bei tesa.
Das Konzept zeichnet sich durch die Übertragbarkeit auf andere Unternehmen aus. Die KI-gestützte Steuerung ermöglicht eine intelligente Energieverwaltung basierend auf Grenzkosten und externen Faktoren. Wasserstoff wird dabei als Ergänzung des Energiemix eingesetzt, um Belastungsspitzen besser abfangen zu können. Dies ist ein wichtiger Aspekt angesichts begrenzter elektrischer Anschlussleistung bei gleichzeitigem Wachstum am Standort. Das Gesamtkonzept ermöglicht eine jährliche CO₂-Einsparung von rund 18.000 Tonnen.
Teil einer umfassenden Nachhaltigkeitsstrategie
Die Auszeichnung mit dem dena Energy Efficiency Award ist eine von zahlreichen Ehrungen, die das Unternehmen bereits erhalten hat. So wurde tesa 2025 zum zweiten Mal in Folge mit dem CDP A-Rating ausgezeichnet und erhielt zum dritten Mal die EcoVadis Goldmedaille. Diese Erfolge resultieren aus der Nachhaltigkeitsstrategie „we do“. Bis 2030 investiert tesa rund 300 Millionen Euro in nachhaltigere Technologien. tesa setzt wissenschaftsbasierte Ansätze für innovative, nachhaltigere Produkte und Prozesse ein. Das Unternehmen hat seine CO₂-Emissionen (Scope 1 und 2) bereits um 39 Prozent gegenüber 2018 reduziert und deckt 90 Prozent des weltweiten Strombedarfs durch erneuerbare Energien.







