UPM und Sappi treiben die Neuaufstellung ihres Geschäfts mit grafischen Papieren voran. Wie UPM mitteilt, haben beide Unternehmen eine verbindliche Vereinbarung zur Gründung eines Joint Ventures unterzeichnet. Bereits im Dezember 2025 hatten die Parteien eine nicht-bindende Absichtserklärung zu der Transaktion geschlossen.
Unabhängiges Unternehmen für europäische Grafikpapiere
Das geplante Joint Venture umfasst das gesamte Geschäft von UPM Communication Papers sowie das Grafikpapiergeschäft von Sappi in Europa. Beide Unternehmen sollen jeweils 50 Prozent der Anteile halten. Das neue Unternehmen soll unabhängig operieren und eigene Produktionsprozesse, Ressourcen und Entscheidungen innerhalb des vereinbarten Rahmens verantworten.
UPM sieht in der Vereinbarung einen wichtigen Schritt zur langfristigen Sicherung der Versorgung europäischer Kunden mit grafischen Papieren. Zugleich soll das Joint Venture dazu beitragen, die Resilienz der europäischen Papierindustrie zu stärken. Bis zum Abschluss der Transaktion bleiben UPM und Sappi weiterhin unabhängige Wettbewerber.
Synergien und Finanzierung gesichert
Nach Angaben von UPM werden jährliche Synergien von rund 100 Millionen Euro erwartet. Diese sollen unter anderem durch Anlagen- und Logistikoptimierung, eine Rationalisierung des Produktportfolios, effizientere Beschaffung sowie weitere operative Verbesserungen erzielt werden.
Für die Finanzierung des Joint Ventures haben die Parteien eine externe Finanzierung in Höhe von 600 Millionen Euro sowie eine zugesagte revolvierende Kreditlinie über 100 Millionen Euro gesichert. Der kombinierte Unternehmenswert der einzubringenden Geschäftsbereiche liegt bei 1,42 Milliarden Euro. Davon entfallen 1,1 Milliarden Euro auf UPM Communication Papers und 320 Millionen Euro auf das europäische Grafikpapiergeschäft von Sappi.
Der Vollzug der Transaktion steht noch unter dem Vorbehalt regulatorischer Genehmigungen, darunter die Prüfung durch die Europäische Kommission sowie Kartellbehörden in weiteren Ländern. UPM erwartet den Abschluss bis Ende 2026. Das Joint Venture soll anschließend den operativen Betrieb aufnehmen.







