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Multifunktionsgeräte werden zum Ziel von Cyberangriffen. KI verschärft die Lage und verändert die Rolle des Fachhandels.
Moderne Druckgeräte bieten über Netzwerkverbindungen, Benutzerverwaltung oder externe Wartungszugänge potenzielle Angriffspunkte, daher sollten sie auch klar definierte Sicherheitsstandards einhalten.

Cybersecurity

Wenn der Drucker zur IT-Schwachstelle wird

Kalender Icon1. Januar 2020
Autor IconRedaktion

Multifunktionsgeräte sind längst hochvernetzte IT-Komponenten – und damit ein lohnendes Ziel für Cyberangriffe. Künstliche Intelligenz verschärft die Bedrohungslage zusätzlich. Für Hersteller und Fachhandel verändert das die Spielregeln, erklärt Torsten Bechler, Manager Product Marketing DACH, Sharp Business Systems Deutschland, in seinem Gastbeitrag.

Torsten Bechler, Manager Product Marketing DACH, Sharp Business Systems Deutschland
Bild: Sharp

Lange galt für Drucker und Multifunktionsgeräte (MFPs) vor allem eines: Sie mussten zuverlässig und möglichst ausfallsicher funktionieren. Dies spiegelte sich auch in den Geschäftsmodellen von Herstellern und Fachhändlern wider, bei denen regelmäßige mechanische Wartung der Geräte sowie bei Bedarf zeitnahe und flexible Reparatur-Dienstleistungen im Fokus von Service- und Wartungsverträgen standen.

In den vergangenen Jahren hat sich dies grundlegend geändert, denn ein Papierstau ist längst nicht mehr die größte Herausforderung im Zusammenhang mit MFPs. Als hochvernetzte Bestandteile der Unternehmens-IT verarbeiten sie täglich sensible Informationen und kommunizieren mit weiteren Systemen. Ein ausreichendes Maß an Cybersicherheit zu gewährleisten, wird damit essenziell für ihre Nutzung.

Der zunehmende Einsatz künstlicher Intelligenz (KI) beschleunigt diese Entwicklung, weil Angreifer moderne KI-Modelle und -Agenten nutzen können, um Sicherheitslücken noch schneller zu identifizieren und noch gezielter auszunutzen. Gleichzeitig treffen Unternehmen auf eine komplexe Bedrohungslage mit professionellen Ransomware-Angriffen, wachsenden Risiken innerhalb ihrer Lieferketten sowie einer durch Cloud-Anwendungen und IoT-Systeme immer stärker vernetzten IT-Landschaft.

Das Risikoprofil von MFPs

Als fester Bestandteil der IT-Infrastruktur in Unternehmen bieten moderne Druckgeräte über Netzwerkverbindungen, Benutzerverwaltung oder externe Wartungszugänge potenzielle Angriffspunkte. Damit gewinnt auch die Sicherheit von Partnern und Dienstleistern an Bedeutung, denn Hersteller, Fachhändler und Service-Partner greifen häufig auf Kundensysteme und -netzwerke zu, beispielsweise für Wartungs- oder Support-Aufgaben. Umso wichtiger ist es, dass auch sie klar definierte Sicherheitsstandards einhalten.

Ein weiterer zentraler Faktor ist der sichere Betrieb der Systeme. Fehlerhafte Konfigurationen, veraltete Software-Versionen oder unsichere Zugänge können dazu führen, dass MFPs zum Einfallstor für Cyberangriffe werden, insbesondere wenn Angreifer mithilfe von KI Schwachstellen automatisiert und in großem Umfang identifizieren können. Ein konsequentes Patch- und Konfigurationsmanagement wird damit zur zentralen Voraussetzung für den sicheren Betrieb moderner Druck- und Dokumentinfrastrukturen.

Neue Anforderungen

Unternehmen müssen also diese Infrastrukturen künftig noch stärker als festen Bestandteil ihrer IT-Sicherheitsstrategie betrachten und entsprechend absichern. Dazu gehören technische und organisatorische Maßnahmen wie Multi-Faktor-Authentifizierung, sichere Zugriffssteuerung, kontinuierliches Patch- und Schwachstellenmanagement sowie regelmäßige Überprüfungen von Konfigurationen. Zudem sollten die entsprechenden Verantwortlichkeiten und Prozesse klar definiert werden.

Für Fachhändler entsteht außerdem ein erweitertes Aufgabenfeld. Sie müssen sich künftig nicht mehr nur darum kümmern, dass Drucksysteme zuverlässig funktionieren, sondern auch sicher betrieben werden können. Dazu gehört, MFP-Geräte mit Patches und Updates aktuell zu halten, Sicherheitslücken frühzeitig zu erkennen, sichere Konfigurationen zu ermöglichen und Kunden bei der Absicherung ihrer Druckumgebung zu unterstützen.

Damit erweitert sich auch die Grundlage ihrer Differenzierung im Markt: Künftig werden sich Fachhändler nicht mehr allein über Servicequalität, Verfügbarkeit und Reaktionszeiten definieren, sondern zunehmend darüber, Druckinfrastrukturen sicher, regelkonform und resilient zu betreiben. Fachhändler, die mit einem Hersteller zusammenarbeiten, dessen Geräte diese Anforderungen von Anfang an erfüllen, werden es leichter haben, diesen zusätzlichen Aufgaben gerecht zu werden.

So verfügen beispielsweise 44 weltweit verfügbare MFP-Modelle von Sharp, die auf der neuesten Controller-Plattform von Sharp basieren, über eine Sicherheitsvalidierung von Keypoint Intelligence. Dafür wurden sowohl die MFP-Firmware als auch alle Netzwerkverbindungswege im Rahmen eines strengen Testverfahrens auf Schwachstellen untersucht und vorhandene Schutzmaßnahmen bewertet, darunter Datenverschlüsselung, Benutzerauthentifizierung, Systemschutz und Virenerkennung. Das Ergebnis: MFPs von Sharp, die mit der getesteten Firmware ausgestattet und mit den empfohlenen Einstellungen konfiguriert sind, sind zuverlässig gegen potenzielle Bedrohungen geschützt.

www.sharp.de

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