„Das Vergaberecht bietet Spielräume, die Verwendung biobasierter Produkte bei der öffentlichen Beschaffung zu berücksichtigen. Diese Spielräume gilt es für die öffentliche Hand zu nutzen. Voraussetzung ist ein entsprechender Grundsatzbeschluss auf Leitungsebene in der jeweiligen Gebietskörperschaft“, erklärte Martin Hake, Referatsleiter der Zentralen Vergabestelle für den BMELV-Geschäftsbereich in der Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung (BLE) im Rahmen des Kongresses.
Das jährliche Auftragsvolumen der öffentlichen Hand ist mit fast 480 Milliarden Euro erheblich. Bund, Land, Kommunen und andere öffentliche Auftraggeber kaufen damit nicht nur Energie und Dienstleistungen ein, sondern auch zahlreiche Produkte. Würden die öffentlichen Einkäufer hier verstärkt auf biobasierte Produkte setzen, könnten sie entscheidende Impulse für den von der Bundesregierung beschlossenen Wandel zur Bioökonomie geben, in der das Wirtschaften auf natürlichen anstelle von fossilen Ressourcen basiert. Aber nicht nur durch ihre Marktmacht, auch durch ihre Vorbildwirkung kommt der öffentlichen Hand eine Schlüsselrolle zu.
Wie diese Rolle ausgefüllt werden kann, das wollte der Kongress aufzeigen. Auf dem Kongress erhielten die Teilnehmer viele nformationen, unter anderem auch in Form einer kongressbegleitenden Produktausstellung: 21 Hersteller von Büro- und Verpackungsmaterialien, Baustoffen und Biowerkstoffen präsentierten ihre Produkte und Dienstleistungen. Das FNR-Projekt nawaro-kommunal unterstützt die öffentliche Hand mit einem umfangreichen Informationsangebot beim Umstieg auf die nachhaltige Beschaffung mit biobasierten Produkten.









