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Fünfter Rückgang in Folge: Die Stimmung in der deutschen Wirtschaft hat sich im November erneut verschlechtert. (Bild: ifo Institut)
Fünfter Rückgang in Folge: Die Stimmung in der deutschen Wirtschaft hat sich im November erneut verschlechtert. (Bild: ifo Institut)

Corona und Lieferengpässe dämpfen Geschäftsklima

Kalender Icon25. November 2021
Autor IconRedaktion

Die Stimmung in der deutschen Wirtschaft hat sich weiter verschlechtert. Der ifo Geschäftsklimaindex ist erneut gefallen und verzeichnet im November 96,5 Punkte nach 97,7 Punkten im Oktober.

Die Unternehmen waren laut ifo-Konjunkturumfrage weniger zufrieden mit ihrer aktuellen Geschäftslage. Zudem zeigt sich zunehmender Pessimismus bei den Erwartungen. „Lieferengpässe und die vierte Coronawelle machen den Unternehmen zu schaffen“, kommentiert Ifo-Präsident Clemens Fuest.

Im Verarbeitenden Gewerbe ist der Index gesunken. Die Unternehmen beurteilten die laufenden Geschäfte merklich weniger gut. Die Erwartungen hingegen hellten sich etwas auf, was laut ifo Institut vor allem auf die Entwicklung der Automobilindustrie zurückzuführen war. Lieferengpässe bei Vorprodukten und Rohstoffen lassen die Industrie nicht los. Eine deutliche Mehrheit der Unternehmen plant die Preise zu erhöhen.

Merklich verschlechtert hat sich das Geschäftsklima auch im Dienstleistungssektor. Insbesondere bei den Erwartungen nahm die Skepsis deutlich zu. Ein stärkerer Rückgang des Erwartungsindikators wurde zuletzt im November 2020 beobachtet. Aber auch mit der aktuellen Lage waren die Dienstleister weniger zufrieden. Die vierte Infektionswelle hat die Erwartungen insbesondere im Tourismussektor und dem Gastgewerbe einbrechen lassen.

Nachgegeben hat der Index zudem im Handel. Dies war auf pessimistischere Erwartungen der Händler zurückzuführen. Ihre aktuelle Lage bewerteten sie hingegen etwas besser. Auch die Stimmung im Einzelhandel wird weiterhin durch Lieferprobleme belastet. Dort ist laut ifo-Institut in den kommenden Monaten verstärkt mit Preiserhöhungen zu rechnen.

Im Bauhauptgewerbe hat sich das Geschäftsklima leicht verschlechtert. Die Erwartungen fielen nach dem kontinuierlichen Aufschwung der letzten Monate pessimistischer aus. Die aktuelle Lage wurde währenddessen etwas besser beurteilt.

Das ifo Geschäftsklima basiert auf ca. 9000 monatlichen Meldungen von Unternehmen des Verarbeitenden Gewerbes, des Dienstleistungssektors, des Handels und des Bauhauptgewerbes. Die Unternehmen werden gebeten, ihre gegenwärtige Geschäftslage zu beurteilen und ihre Erwartungen für die nächsten sechs Monate mitzuteilen.

Kontakt: www.ifo.de 

Themen:Corona-Virus | Geschäftsklima | Preissteigerungen | Rohstoffknappheit
Firmen & Hersteller:ifo Institut

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