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Corporate-Fashion-Konzept in der Praxis

Kalender Icon6. Oktober 2015
Autor IconRedaktion

Einheitlicher Auftritt in CI-gerechter Optik – das gehört für viele Unternehmen heute zum guten Ton. Doch wie führt man ein Corporate- Fashion-Konzept effektiv und praxisgerecht ein? Tipps und Antworten gibt Claudia Kuntze-Raschle, Geschäftsführerin der Kuntze & Burgheim Textilpflege GmbH, einem Vertragswerk der DBL.

Warum ist Corporate Fashion für viele so wichtig?

Bis vor zehn Jahren tauchte der Begriff Corporate Fashion eher selten bei Anfragen unserer Kunden auf. Der erste Schritt in diese Richtung war dann die Kombination aus gängiger Standardkollektion und passender Veredlung mit Firmenlogo in Form von aufgenähten Stickemblemen. Heute sind die mit dem Begriff verbundenen Erwartungen deutlich gestiegen. Immer mehr große und kleine Unternehmen wünschen sich ein umfassendes Bekleidungskonzept, das als Bestandteil der eigenen Corporate Identity die Unternehmensphilosophie sowohl nach innen als auch nach außen trägt. Ziel ist es, die Identifikation der Mitarbeiter mit dem Unternehmen zu stärken, im Kundenverkehr die eigene Kompetenz darzustellen sowie ein Plus an Wiedererkennung zu erzielen. Ganz klar: Corporate Fashion ist nicht Kleidung für den Einzelnen, sondern für das gesamte Unternehmen.

Claudia Kuntze-Raschle, GF des DBL-Vertragswerks Kuntze & Burgheim Textilpflege GmbH
Worauf kommt es im Vorfeld der Einführung an?

Die Einführung einer Corporate Fashion ist ein stetiger Prozess, der alle Beteiligten fordert. Aus unserer Erfahrung zeigt sich, dass nur ein offenes innerbetriebliches Miteinander von Geschäftsführung und Team zu einer Lösung führt, die sich im beruflichen Alltag bewährt. Darum gehört für uns im Vorfeld aller Entscheidungen die ausführliche Beratung inklusive individueller Bedarfsanalyse zum Konzept. Bestandteil ist dabei auch immer die Klärung der Frage, wie die Abläufe rund um das Thema Berufskleidung künftig im Unternehmen organisiert werden. Hier geht es um Lagerung, Pflege, Reparatur und Ersatzbeschaffung – also um die Voraussetzungen für ein dauerhaft attraktives Erscheinungsbild.

Wo liegt dann bei der Umsetzung die größte Herausforderung?

Darin, eine gelungene, von den Mitarbeitern akzeptierte, aber auch finanzierbare Lösung zu finden, die den Ansprüchen an Optik, Funktion und Tragekomfort gerecht wird. Egal, ob der Mitarbeiter groß, klein, schlank oder untersetzt ist. Aber auch die gewebegerechte Veredelung durch Einstickungen oder Aufdrucke bildet eine Herausforderung. Schließlich dürfen die Qualitätsstandards der Gewebe in puncto Farbechtheit, Strapazierfähigkeit und Formbeständigkeit der Materialien nicht vernachlässigt werden. Eine Herausforderung, insbesondere wenn in das CF-Konzept auch genormte Schutzkleidung einfließt.

Ganz konkret: Welche Schritte sind für die Einführung erforderlich?

• Erstellen Sie eine Bedarfsanalyse. Hier sollten Sie Punkte wie Farbspektrum, Logo, benötigte Mengen für die Mitarbeiter, Zusammenstellung der Kollektionsteile, Einsatzgebiete im Betrieb und Anforderungen an die Kleidung und hier ggf. einzuhaltende Normen unbedingt berücksichtigen.  

• Berufskleidung ist ein komplexes Thema – holen Sie sich deshalb bei Bedarf professionelle externe Beratung. Sei es durch den Lieferanten oder einen textilen Mietdienstleister.

• Sie sollten zudem den finanziellen Rahmen klären und was investiert werden soll. Dazu gehört eben auch, ob die Kleidung käuflich erworben oder geleast wird.

• Entwickeln sie ein Konzept. Heißt: entscheiden Sie, ob CF in Form einer individuellen Veredelung von Standardkleidung ihre Ansprüche erfüllt. Oder ob Sie eine neue, ganz eigene Kleidung einführen möchten, die moderne Dienstleister je nach Kundenwunsch gerne realisieren.

• Achten Sie darauf, dass Ihnen seitens des Lieferanten oder textilen Mietdienstleisters das Konzept auch mit Zeichnungen, Geweben, Farbvarianten und Schnittmustern präsentiert wird. So vermeiden Sie unnötige Überraschungen und kostspiele Fehlentscheidungen.

• Legen Sie so wesentliche Komponenten der Kleidung ganz konkret und detailliert fest.

• Bestehen Sie auf Probetragen mit den gewünschten Geweben und Schnitten, in der Regel mit Standardkleidung. Gute Konfektionäre und professionelle textile Dienstleister bieten das an.

• Das gilt auch für die Anfertigung und Präsentation von Musterteilen im gewünschten Corporate Design – nehmen Sie das wahr.

• Legen Sie auch vertragliche Inhalte wie etwa die Lieferfähigkeit und Ersatzbeschaffung mit Ihrem textilen Partner fest.

Wie werden bei alledem die Mitarbeiter mit eingebunden?

Berufskleidung ist wie Freizeitkleidung ein sehr emotionales, persönliches Thema, das jeden interessiert. Zudem fällt es in vielen Fällen unter die betriebliche Mitbestimmung. Daher ist es sinnvoll und notwendig, den Betriebsrat, die Arbeitsnehmervertretung oder eine Projektgruppe in die Planung einzubeziehen. So werden viele gute Ideen und Anregungen eingebracht und eine sehr hohe Akzeptanz bei den Mitarbeitern erreicht – und das ist wichtig, da Corporate Fashion ohne sie nicht funktioniert. Entscheidend ist daher auch ein Probetragen. Das sollte generell durchgeführt werden, um für alle Beteiligten Klarheit zu schaffen.

www.dbl.de

Themen:Leasing und Miete
Firmen & Hersteller:DBL
Sortimente & Produkte:Arbeitskleidung

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