Der Datev Mittelstandsindex Oktober fiel saison- und kalenderbereinigt gegenüber dem Vorjahr um 2,7 Prozent auf 90 Punkte (2022=100). Für Prof. Dr. Robert Mayr, CEO von Datev, steht fest: „Der Herbst stellt den Mittelstand nach der ausgebliebenen Sommerbelebung vor spürbare Herausforderungen: Umsatzrückgänge betreffen alle Branchen ohne Ausnahme. Der Reformstau geht der Wirtschaft an die Substanz.“
Der Umsatz sank im September saison- und kalenderbereinigt sowohl im Vergleich zum Vormonat als auch zum Vorjahr deutlich. Die Situation hat sich insbesondere im Verarbeitenden Gewerbe und im Handel verschlechtert – mit einem Rückgang von 2,8 Prozent bzw. 3,1 Prozent. Im Gastgewerbe setzt sich der bereits bekannte Negativtrend fort, der auf Basiseffekten mit minus 4,5 Prozent basiert. Dabei betreffen die Umsatzrückgänge alle Unternehmensgrößen. Die aktuelle Wirtschaftslage hat nicht nur Auswirkungen auf die kleinsten und kleine Unternehmen, sondern ist auch bei mittleren Unternehmen spürbar.
Der Lohnindex stieg im September saison- und kalenderbereinigt im Vergleich zum Vorjahr um 4,1 Prozent auf 115,8 Punkte. Im Vergleich zum Vormonat ist ein Anstieg um 0,3 Prozent zu verzeichnen.
Der Beschäftigungsindex sank im September um 0,1 Prozent auf 101,6 Punkte im Vergleich zum Vorjahr. In allen für den Mittelstandsindex ausgewerteten Branchen ist ein Rückgang der Zahl der Beschäftigten zu verzeichnen, insbesondere im Gastgewerbe (minus 3,6 Prozent) und im Bauhauptgewerbe (minus 1,9 Prozent). Dieser Vergleich zeigt eine ähnliche Entwicklung wie im Vormonat. Im Vergleich zum Vorjahr verzeichnen mittlere Unternehmen weiterhin ein Beschäftigungswachstum, wenn auch in geringerer Höhe als in den Vormonaten. Die aktuelle Steigerung beträgt 3,3 Prozent. Im Vergleich zum Vormonat zeigen die Indexdaten hier ein Minus von 0,5 Prozent.








