wll.news - der hub für working, learning & living
Search 01
Account 01
Menu 01
on
Startseite » Markt » Deutsche geben in der EU am wenigsten im Einzelhandel aus
Die Wachstumsrate des Einzelhandelsumsatz in ganz Europa 2024
Die Grafik zeigt, wie sich die europäischen Einzelhandelsumsätze 2024 entwickelt haben.

Geomarketing-Studie von Nielsen IQ

Deutsche geben in der EU am wenigsten im Einzelhandel aus

Kalender Icon26. August 2025
Autor IconRedaktion

Im Vergleich zu allen 27 Mitgliedstaaten der Europäischen Union gibt Deutschland laut der aktuellen Geomarketing-Studie von Nielsen IQ mit 25,1 Prozent am wenigsten Geld für den Einkauf aus. EU-weit liegt der Wert bei 32,6 Prozent. 

Die Studie gibt einen umfassenden Überblick über die Einzelhandelstrends in Europa. Obwohl die Kaufkraft und der Einzelhandelsumsatz europaweit steigen, nimmt der Anteil der Konsumausgaben, der in den Einzelhandel fließt, seit drei Jahren kontinuierlich ab. Im Jahr 2024 entfielen lediglich 32,6 Prozent des gesamten privaten Konsums auf den Einzelhandel. Allerdings bestehen weiterhin deutliche regionale Unterschiede. Insbesondere Verbraucher in osteuropäischen Ländern geben einen größeren Anteil ihrer Kaufkraft im Einzelhandel aus.

Kroatien liegt mit 48 Prozent vorne

Mit einem Einzelhandelsanteil von 48,0 Prozent liegt Kroatien unter allen EU-Mitgliedstaaten an der Spitze. Im Vergleich zum Vorjahr verzeichnete das Land einen Anstieg um 0,5 Prozentpunkte. Es folgen Bulgarien mit 46,3 Prozent und Ungarn mit 45,3 Prozent, die jedoch beide leichte Rückgänge im Jahresvergleich verbuchten. Ausschlaggebender Faktor ist die gestiegene Kaufkraft. Sie ermöglicht es den Konsumenten, vermehrt finanzielle Mittel für Ersparnisse oder nicht einzelhandelsbezogene Ausgaben zu verwenden. In Deutschland hingegen werden lediglich 25,1 Prozent der Konsumausgaben im Einzelhandel getätigt, was einem Viertel der Ausgaben entspricht.

„Der Einzelhandel bleibt ein zentraler Bestandteil des Konsums in der EU, auch wenn sein Anteil weiter zurückgeht“, erklärt Studienleiter Philipp Willroth. „Das Verbrauchervertrauen ist seit der Pandemie fragil geblieben, da viele Europäer besorgt über die wirtschaftliche Lage ihres Landes sind. Inflation, steigende Lebenshaltungskosten und der Klimawandel gehören zu den größten Sorgen und führen zu einem vorsichtigeren Ausgabeverhalten.“

Kaufkraft steigt an, Einzelhandelsumsatz schwächelt

Im Jahr 2024 verzeichnete die europäische Kaufkraft ein weiteres Ansteigen, wenn auch zu einem deutlich langsameren Tempo als in den beiden vorangegangenen Jahren. Die durchschnittliche Pro-Kopf-Kaufkraft in der Europäischen Union belief sich auf 21.008 Euro. Dies entspricht einem nominalen Anstieg von drei Prozent gegenüber den revidierten Zahlen aus dem Jahr 2023. Insgesamt verfügten die Einwohner der 27 Mitgliedstaaten über rund 9,5 Billionen Euro für Ausgaben in den Bereichen Lebensmittel, Einzelhandel, Wohnen, Dienstleistungen, Energiekosten, private Altersvorsorge, Versicherungen, Urlaub und Mobilität.

Rumänien liegt beim Wachstum an der Spitze

Nachdem der Einzelhandelsumsatz in der EU im Jahr 2023 noch um 5,5 Prozent gestiegen war, hat sich das Wachstum im Jahr 2024 auf drei Prozent verlangsamt. Die stärksten Zuwächse wurden in Osteuropa verzeichnet: Rumänien lag mit einem Plus von 14,9 Prozent an der Spitze, gefolgt von Bulgarien mit einem Anstieg von 9,9 Prozent, Kroatien mit einer Zunahme von 9,3 Prozent und der Slowakei mit einer Steigerung von 9,2 Prozent. In Estland wurde hingegen ein Rückgang um 1,3 Prozent verzeichnet, der auf politische Unsicherheiten und eine zunehmende Verbraucherskepsis zurückzuführen ist.

Inflation in der EU liegt im Durchschnitt bei 2,6 Prozent

Nach signifikanten Preissteigerungen in den Vorjahren zeigte die Inflation 2024 in der EU weitere Anzeichen der Stabilisierung und lag im Durchschnitt bei 2,6 Prozent. Die höchsten Inflationsraten wurden in Rumänien (5,8 Prozent), Belgien (4,3 Prozent) und Ungarn (4,0 Prozent) verzeichnet. Die niedrigsten Preissteigerungen wurden mit 0,9 Prozent in Litauen verzeichnet. Für das Jahr 2025 wird eine Inflationsrate von 2,3 Prozent für die Europäische Union prognostiziert.

Generation X hat die höchste europäische Kaufkraft

Die Kaufkraft ist in den verschiedenen Altersgruppen unterschiedlich hoch. Die Generation X (44 bis 59 Jahre) hat die höchste, die Babyboomer (60plus) hingegen die geringste. Die Millennials (28 bis 43 Jahre) sind die am besten informierte Generation, die zu Hause kocht und sich trifft. Die Generation Z (unter 28 Jahre) ist bequemlichkeitsorientiert und kauft To-go-Lebensmittel. Die vorsichtigsten Konsumenten sind die Babyboomer. Sie kaufen Eigenmarken, nutzen Angebote und konzentrieren sich auf Grundbedürfnisse.

Die kostenlose Studie von Nielsen IQ beleuchtet die Entwicklungen, Risiken und Chancen, die den Einzelhandel in Europa prägen. Sie bietet fundierte Einblicke in zentrale Einzelhandelsindikatoren wie Kaufkraft, Einzelhandelsumsatz, Einzelhandelsanteil am privaten Konsum und Inflation.

www.nielseniq.com

Themen:Studien
Firmen & Hersteller:Nielsen

Newsletter

Aktuell

Meistgelesen

Newsletter

Aktuell

Mehr zum Thema

 
Nina Stoll übernimmt Vorsitz im HWB und Präsidentschaft im BVDM. Steffen Kahnt wird zum 1. September 2026 Hauptgeschäftsführer.

Personalie:
Nina Stoll führt HWB und BVDM

Nina Stoll übernimmt den Vorsitz im Handelsverband Wohnen und Büro (HWB) sowie die Präsidentschaft im Handelsverband Möbel und Küchen (BVDM). Damit ... weiter
 
Enrico Marzinkowski (Leiter des VeR-Arbeitskreises „E-Rechnung im Handel“, Markant), Nina Harms (Co-Leiterin des VeR-Arbeitskreises „E-Rechnung im Handel“, Bonpago) und Richard Luthardt (Stellvertretender Vorsitzender des Vorstandes, Verband elektronische Rechnung, VeR)

E-Rechnung:
Handel drängt auf bessere Datenqualität

Führende deutsche Handelsunternehmen entwickeln gemeinsam mit dem Verband elektronische Rechnung (VeR) einheitliche Qualitätsstandards für E-Rechnungen. ... weiter
 
Der IWH-Insolvenztrend zeigt: Mit 4.996 Firmeninsolvenzen erreichte das zweite Quartal 2026 den höchsten Stand seit 21 Jahren. Besonders betroffen sind Bau, Handel, Gastgewerbe und Dienstleistungen. - IWH Firmenpleiten Inslolvenz

IWH-Insolvenztrend:
Firmenpleiten im zweiten Quartal auf Höchststand

Wie das Leibniz-Institut für Wirtschaftsforschung Halle (IWH) in einer Analyse feststellt, stieg die Zahl der Insolvenzen von Personen- und ... weiter
 
Eine VeR-Umfrage zeigt: E-Rechnung treibt die Digitalisierung, doch beim digitalen Meldesystem fehlen vielen Unternehmen Informationen.

Umfrage:
E-Rechnung treibt Digitalisierung voran

Eine Befragung des Verbands elektronische Rechnung (VeR) zeigt: Unternehmen sehen in der E-Rechnung zunehmend einen strategischen Hebel für digitale ... weiter
 

Medienpartnerschaft:
WLLnews wird Medienpartner des Wherever Whenever Work Culture Festivals

Unsere Plattform begleitet Themen rund um moderne Arbeitswelten, Digitalisierung, New Work und Nachhaltigkeit mit Fokus auf die Bürowirtschaft. Mit wll.news ... weiter
 
Der Umsatz mit IT und Telekommunikation steigt laut Bitkom 2026 voraussichtlich auf 246 Milliarden Euro. Treiber sind vor allem Software, Netze und Hardware für KI und Cloud.

Software, Cloud und KI als Treiber:
Digitalbranche zeigt sich weiterhin stabil

Die deutsche Digitalwirtschaft zeigt sich trotz schwieriger konjunktureller Rahmenbedingungen weiter stabil, in vielen Segmenten steigen die Umsätze. Nach ... weiter
 
Nina Stoll übernimmt Vorsitz im HWB und Präsidentschaft im BVDM. Steffen Kahnt wird zum 1. September 2026 Hauptgeschäftsführer.

Personalie:
Nina Stoll führt HWB und BVDM

Nina Stoll übernimmt den Vorsitz im Handelsverband Wohnen und Büro (HWB) sowie die Präsidentschaft im Handelsverband Möbel und Küchen (BVDM). Damit ... weiter
 
Enrico Marzinkowski (Leiter des VeR-Arbeitskreises „E-Rechnung im Handel“, Markant), Nina Harms (Co-Leiterin des VeR-Arbeitskreises „E-Rechnung im Handel“, Bonpago) und Richard Luthardt (Stellvertretender Vorsitzender des Vorstandes, Verband elektronische Rechnung, VeR)

E-Rechnung:
Handel drängt auf bessere Datenqualität

Führende deutsche Handelsunternehmen entwickeln gemeinsam mit dem Verband elektronische Rechnung (VeR) einheitliche Qualitätsstandards für E-Rechnungen. ... weiter
 
Der IWH-Insolvenztrend zeigt: Mit 4.996 Firmeninsolvenzen erreichte das zweite Quartal 2026 den höchsten Stand seit 21 Jahren. Besonders betroffen sind Bau, Handel, Gastgewerbe und Dienstleistungen. - IWH Firmenpleiten Inslolvenz

IWH-Insolvenztrend:
Firmenpleiten im zweiten Quartal auf Höchststand

Wie das Leibniz-Institut für Wirtschaftsforschung Halle (IWH) in einer Analyse feststellt, stieg die Zahl der Insolvenzen von Personen- und ... weiter
 
Eine VeR-Umfrage zeigt: E-Rechnung treibt die Digitalisierung, doch beim digitalen Meldesystem fehlen vielen Unternehmen Informationen.

Umfrage:
E-Rechnung treibt Digitalisierung voran

Eine Befragung des Verbands elektronische Rechnung (VeR) zeigt: Unternehmen sehen in der E-Rechnung zunehmend einen strategischen Hebel für digitale ... weiter
 

Medienpartnerschaft:
WLLnews wird Medienpartner des Wherever Whenever Work Culture Festivals

Unsere Plattform begleitet Themen rund um moderne Arbeitswelten, Digitalisierung, New Work und Nachhaltigkeit mit Fokus auf die Bürowirtschaft. Mit wll.news ... weiter
 
Der Umsatz mit IT und Telekommunikation steigt laut Bitkom 2026 voraussichtlich auf 246 Milliarden Euro. Treiber sind vor allem Software, Netze und Hardware für KI und Cloud.

Software, Cloud und KI als Treiber:
Digitalbranche zeigt sich weiterhin stabil

Die deutsche Digitalwirtschaft zeigt sich trotz schwieriger konjunktureller Rahmenbedingungen weiter stabil, in vielen Segmenten steigen die Umsätze. Nach ... weiter
 
Nina Stoll übernimmt Vorsitz im HWB und Präsidentschaft im BVDM. Steffen Kahnt wird zum 1. September 2026 Hauptgeschäftsführer.

Personalie:
Nina Stoll führt HWB und BVDM

Nina Stoll übernimmt den Vorsitz im Handelsverband Wohnen und Büro (HWB) sowie die Präsidentschaft im Handelsverband Möbel und Küchen (BVDM). Damit ... weiter
 
Enrico Marzinkowski (Leiter des VeR-Arbeitskreises „E-Rechnung im Handel“, Markant), Nina Harms (Co-Leiterin des VeR-Arbeitskreises „E-Rechnung im Handel“, Bonpago) und Richard Luthardt (Stellvertretender Vorsitzender des Vorstandes, Verband elektronische Rechnung, VeR)

E-Rechnung:
Handel drängt auf bessere Datenqualität

Führende deutsche Handelsunternehmen entwickeln gemeinsam mit dem Verband elektronische Rechnung (VeR) einheitliche Qualitätsstandards für E-Rechnungen. ... weiter
 
Der IWH-Insolvenztrend zeigt: Mit 4.996 Firmeninsolvenzen erreichte das zweite Quartal 2026 den höchsten Stand seit 21 Jahren. Besonders betroffen sind Bau, Handel, Gastgewerbe und Dienstleistungen. - IWH Firmenpleiten Inslolvenz

IWH-Insolvenztrend:
Firmenpleiten im zweiten Quartal auf Höchststand

Wie das Leibniz-Institut für Wirtschaftsforschung Halle (IWH) in einer Analyse feststellt, stieg die Zahl der Insolvenzen von Personen- und ... weiter
 
Eine VeR-Umfrage zeigt: E-Rechnung treibt die Digitalisierung, doch beim digitalen Meldesystem fehlen vielen Unternehmen Informationen.

Umfrage:
E-Rechnung treibt Digitalisierung voran

Eine Befragung des Verbands elektronische Rechnung (VeR) zeigt: Unternehmen sehen in der E-Rechnung zunehmend einen strategischen Hebel für digitale ... weiter
 

Medienpartnerschaft:
WLLnews wird Medienpartner des Wherever Whenever Work Culture Festivals

Unsere Plattform begleitet Themen rund um moderne Arbeitswelten, Digitalisierung, New Work und Nachhaltigkeit mit Fokus auf die Bürowirtschaft. Mit wll.news ... weiter
 
Der Umsatz mit IT und Telekommunikation steigt laut Bitkom 2026 voraussichtlich auf 246 Milliarden Euro. Treiber sind vor allem Software, Netze und Hardware für KI und Cloud.

Software, Cloud und KI als Treiber:
Digitalbranche zeigt sich weiterhin stabil

Die deutsche Digitalwirtschaft zeigt sich trotz schwieriger konjunktureller Rahmenbedingungen weiter stabil, in vielen Segmenten steigen die Umsätze. Nach ... weiter