Bereits die Eröffnung der didacta 2026 setzte ein klares Zeichen für die gesellschaftliche und politische Relevanz von Bildung. Dorothee Feller, Ministerin für Schule und Bildung des Landes Nordrhein-Westfalen, unterstrich die Bedeutung von Demokratie- und Basiskompetenzen. Insbesondere soziale und emotionale Fähigkeiten seien eine zentrale Grundlage, damit junge Menschen einer unklaren Zukunft sicher begegnen können. Bildung stärke Zukunftsfähigkeit, Teilhabe und demokratische Stabilität. Hier brauche man jedoch nicht auf Wunder zu warten. Bildungsarbeit sei aktive Zusammenarbeit aller Beteiligten.
Viel besprochen wurde zudem die Auseinandersetzung mit Digitalisierung und Künstlicher Intelligenz (KI). Mit klugen und zugleich kritischen Impulsen führte Christoph Holz in die Welt der Wunder von Mensch und Maschine und appellierte an kritisches Denken und Miteinander. Mareike Lotte Wulf, Parlamentarische Staatssekretärin bei der Bundesministerin für Bildung, Familie, Senioren, Frauen und Jugend, betonte in ihrer Eröffnungsrede den Dreiklang aus Schutz, Beteiligung und Befähigung und begrüßte die wachsende gesellschaftliche Rückendeckung für den Schutz von Kindern und Jugendlichen im digitalen Raum.
Lebhafte Messe, intensiver Diskurs, positive Stimmung
Eine konstruktive und lebhafte Atmosphäre war auch in den Messehallen spürbar. An der didacta 2026 beteiligten sich 729 Aussteller aus 58 verschiedenen Ländern. Insgesamt kamen rund 75.000 Besucherinnen und Besucher nach Köln. Damit erzielt die Messe einen Besucherzuwachs von rund 20 Prozent gegenüber der Vorveranstaltung.
„Wir freuen uns sehr über diese starke Entwicklung und die positive Resonanz zur didacta 2026. Hoch frequentierte Hallen, sehr zufriedene Aussteller und starkes Interesse aus allen Bildungsbereichen bestätigen die Ausrichtung der Messe und unterstreichen die führende Position als Europas größte Bildungsmesse noch einmal eindrucksvoll“, so Oliver Frese, Geschäftsführer und COO der Koelnmesse.
Einen neuen Rekord verzeichnete die Messe zudem im Bereich des Eventprogramms. In keinem Jahr fanden so viele Panels, Podiumsdiskussionen, Workshops und Seminare statt. Bemerkenswert war auch die hohe Beteiligung an den über 2.000 Events.
„Die große Zahl der Veranstaltungen und die starke Präsenz der Politik auf der didacta zeigen deren Relevanz als Plattform für Dialog und Austausch von Perspektiven. Als Verband der Bildungswirtschaft und ideeller Träger der Messe benennen wir weiterhin die Herausforderungen unseres Bildungssystems und zeigen, wie die gemeinsamen Lösungen aussehen können. Damit machen wir die didacta selbst zu einem relevanten Bildungsort“, resümiert Dr. Hans-Joachim Prinz, Präsident des Didacta Verbands.
Auszeichnungen zwischen KI und Klassenzimmer
Ein besonderes Tech-Highlight und ein echter Publikumsmagnet waren zudem die RoboCup German Open, die an vier der fünf Messetage stattfanden. Die Major- und Junior-Liga zeigten in vielen verschiedenen Wettbewerben mit den Robotern, wie Zukunftstechnologien im Bildungsumfeld Begeisterung für technologische Kompetenzen wecken.
Als Didacta Start-up des Jahres ausgezeichnet wurde darüber hinaus LifeTeachUs. Das gemeinnützige Bildungsprojekt pitchte, wie für Ausfallstunden und Projekttage ehrenamtliche Personen aus allen Bereichen des Lebens gewonnen werden, um so Schulen zu entlasten und Unterricht über das Curriculum hinaus mit vielseitigen Inhalten zu bereichern. Die Präsentation der Plattform, die App und das dahinterstehende Engagement überzeugten Jury und Publikum.
„Die didacta zeigt 2026 die ganze Bandbreite von Bildung und macht sichtbar, wie vielfältig das Thema heute gedacht werden kann und muss. Die enorme Innovationskraft dieser Messe begeistert mich persönlich besonders“, betont Jörg Schmale, Director der didacta.
Positives Resümee der Aussteller
Bereits im laufenden Betrieb und auch nach den Messetagen gab es von Ausstellerseite erfreuliche Resonanz. Neben der Besucherdichte wurden auch Gesprächskultur und Atmosphäre hervorgehoben.
„Ein überwältigender Besucherandrang, herzliche Begegnungen und Gespräche, die neue Perspektiven eröffnet haben – für Cornelsen war dieser Messeauftritt im Jubiläumsjahr ein voller Erfolg“, berichtet etwa Kathrin Berthold, Leitung Messen und Veranstaltungen beim Cornelsen Verlag. Und Bruno Mihm, Geschäftsführer von ETS Didactic, erklärt: „Auf der didacta haben wir mit VRTalents by ETS DIDACTIC gezeigt, wie immersive Lernwelten Wissen erlebbar machen, und zugleich die inspirierende Atmosphäre vor Ort sowie die Möglichkeit zur Anbahnung neuer Geschäftsbeziehungen genutzt.“
Die didacta hat somit auch in diesem Jahr eindrucksvoll gezeigt, wie relevant Bildung für die Bewältigung gesellschaftlicher Herausforderungen ist. Innovative und inklusive Lehr- und Lernformate und vielseitige Bildungsorte waren auf der Messe erlebbar. Es wurden klare Impulse für die Zukunft gesetzt. Die didacta hat somit ihre Rolle als zentraler Treffpunkt der Bildungsbranche bestätigte. Die nächste didacta findet vom 23. bis 27. Februar 2027 in Hannover statt.







