„… und rede darüber“. Den Spruch kennt jeder und beim Thema PR steht er, besonders wenn es um Nachhaltigkeit geht, an vorderster Stelle. Manche mögen dabei Bauchschmerzen haben, aber so, wie unsere Wirtschaft funktioniert, ist es doch klar, dass ein Unternehmen, das soziale Verantwortung übernimmt, sich durch die begleitende Kommunikation auch einen Imagegewinn verspricht und auf bessere Umsätze hofft. Das hat nichts mit einem grünen Deckmäntelchen zu tun, denn inwieweit man in der Kommunikation glaubwürdig bleibt, und wie das in der Öffentlichkeit ankommt, sollte wohlüberlegt sein. Und was für den einen an nachhaltigem Einsatz aus Tradition bereits selbstverständlich ist, mag für den anderen ein großer, weil vielleicht erster Schritt sein. Möglicherweise angeregt durch Praxisbeispiele oder weil andere Marktteilnehmer in zunehmendem Maße die Nachhaltigkeitsbericht-
erstattung einführen. Der Einkauf hat hier entscheidende Einflussmöglichkeiten und kann so auch etwas für das Image des eigenen Unternehmens tun, etwa durch die Teilnahme an Wettbewerben wie dem B.A.U-M.-Wettbewerb „Büro und Umwelt“ (Seite 6), Kampagnen wie „Deutschland stellt um“ (Seite 24) oder der Zusammenarbeit mit Anbietern alternativer Dienstleistungskonzepte (Coffee Circle).
Um den Mythos des mobilen Arbeitens geht es dann in unserem Special: Mobiles Arbeiten soll laut den Marktforschern von IDC zu einem zentralen Thema für die Unternehmen in den kommenden Jahren werden. Doch soweit sind wir noch lange nicht. Nach einer von Steelcase in Auftrag gegebenen Studie, an der weltweit mehr als 7000 Mitarbeiter aus Unternehmen und Organisationen teilnahmen, haben deutlich weniger als die Hälfte der Arbeitnehmer die Option, mindestens einen Tag der Woche an alternativen Arbeitsorten zu arbeiten. Nur ein gutes Drittel hat aber die Möglichkeit mit mobilen Endgeräten zu arbeiten. Dabei erhöht sich die Zufriedenheit und das Wohlbefinden der Mitarbeiter signifikant, wenn sie die Arbeitsumgebung selber auswählen, gestalten und kontrollieren können.
Auch unsere Leserumfrage zum Thema Home Office zeigt, dass sich viele grundsätzlich und auch öfter die Möglichkeit wünschen, im Home Office arbeiten zu dürfen. Viele Unternehmen sind aber noch sehr skeptisch, was die Umsetzung dieser Wünsche angeht, einerseits mangelt es an Vertrauen gegenüber den Kollegen, andererseits an der technischen Ausstattung der Home-Office-Arbeitsplätze. Dabei reicht den meisten schon ein Laptop und ein Smartphone. Das Fazit eines Umfrageteilnehmers: Motivierte Mitarbeiter mit der richtigen technischen Ausrüstung und Unterstützung leisten im Home Office mehr als Büro-Stunden-Abhocker …
Anregende Lektüre wünscht, Ihre Elke Sondermann









