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Laut der Umfrageergebnisse des VDR steigt das Reisevolumen in Deutschland wieder auf das Vor-Pandemie-Niveau. (Bild: Sadredine Bendani/Pixabay)

Einschätzungen des VDR zum Geschäftsreisemarkt

Kalender Icon21. Februar 2024
Autor IconRedaktion

Wird derzeit in deutschen Unternehmen geschäftlich weniger gereist? Angesichts verschiedener internationaler Studienergebnisse hat der Verband des deutschen Reisemanagements (VDR) ein aktuelles Stimmungsbild zum IST-Status deutscher Unternehmen unter seinen Mitgliedern eingefangen. Auskunft darüber geben Anzahl der Geschäftsreisen und Ausgaben der Unternehmen im Vergleich zu Vor-Pandemie-Zeiten.

Aktuelles Reisevolumen und Ausblick

Bei einem Drittel der befragten Travel Manager erreiche die Anzahl der Reisen ihres Unternehmens bereits wieder das Vor-Pandemie-Niveau oder überschreite es sogar (22 Prozent) oder liege mit 90 bis 99 Prozent nur knapp darunter (11 Prozent) berichtet der VDR. Bei etwa einem Viertel (27 Prozent) der Befragten betrage das aktuelle Reisevolumen 80 bis 89 Prozent von 2019. Bei knapp einem Drittel (32 Prozent) liege es zwischen 50 und 79 Prozent im Vergleich zur Vor-Pandemie-Zeit, bei nur 6 Prozent liege es bei unter 50 Prozent.

Hauptgründe für eine gesunkene Anzahl von Reisen verglichen mit vor der Pandemie sind:

  • Video-/Telefonkonferenzen als Ersatz (89 Prozent)
  • Bündelung von Terminen (57 Prozent)
  • Budgetbeschränkung für Dienstreisen (51 Prozent)

Ein weiterer Grund seien Kostensteigerungen bei Dienstreisen (44 Prozent). Etwas mehr als ein Drittel (36 Prozent) nenne umweltbezogene Nachhaltigkeitsaspekte als Ursache. Weitere Gründe seien weniger Geschäftsreiseanlässe (23 Prozent) und die Neuausrichtung des Unternehmens nach der Pandemie (15 Prozent), Reisesicherheit sehen nur 8 Prozent als Grund. 

Ausblick: Knapp ein Viertel der Befragten (24 Prozent) schätze, dass das Reisevolumen ihres Unternehmens in den nächsten 18 Monaten im Vergleich zu 2019 höher sein wird. 37 Prozent gehen von einem gleichbleibenden Reisevolumen aus, 34 Prozent schätzen es niedriger ein.

Gestiegene Reisekosten

Etwa die Hälfte der Travel Manager gibt an, dass die Reisekosten ihres Unternehmens im Verhältnis zu 2019 gestiegen (44 Prozent) oder gleichgeblieben (5 Prozent) seien. Der Grund für gestiegene Ausgaben für Geschäftsreisen liege für alle, die diese Antwort gegeben haben, bei Preissteigerungen auf Seiten der Anbieter (100 Prozent). Weitere Gründe seien der Einkauf von umweltverträglicheren aber kostenintensiveren Reiseoptionen (23 Prozent), höhere Kosten für Sicherheit (18 Prozent) sowie höhere oder anderweitig veränderte Reiseaktivitäten (18 Prozent).

Streik Negativfaktor Nummer 1

Das aktuelle Streikgeschehen sei für die Mehrheit (85 Prozent) der Faktor, der sich derzeit negativ auf die Geschäftsreisetätigkeit ihres Unternehmens auswirkt. Gefolgt von Infrastrukturgründen, wie bspw. der Ausbau von Bahnstrecken (44 Prozent), und Verfügbarkeiten von bspw. Flügen oder Hotels (36 Prozent). Weitere Gründe liegen bei Sicherheitsaspekten, wie die geopolitische Situation (28 Prozent) und bürokratischen Hürden (17 Prozent). Fehlende umweltschonende Reiseoptionen werden von nur 9 Prozent genannt.

Der VDR setzt sich den Angaben zufolge für eine planbare und verlässliche Mobilität ein. Streik schadet dem Wirtschaftsstandort Deutschland und gefährdet zudem des Streben von Unternehmen und Geschäftsreisenden, auf klimafreundliche Verkehrsmittel zu setzen. Außerdem kämen erheblicher Mehraufwand für das Travel Management und zusätzliche Kosten für Unternehmen hinzu, ausgelöst durch Umbuchungen und Stornierungen von Geschäftsreisen.

www.vdr-service.de 

Themen:Geschäftsreisen | Mobilität

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