In Zeiten, in denen die Fertigung in Billiglohnländern Hochkonjunktur feiert, schafft es ein Familienunternehmen mit Produktionsstandort in Deutschland sich erfolgreich im nationalen und internationalen Preiskampf zu behaupten. Der geschäftsführende Gesellschafter Holger Raithel erklärt, dass „Made in Germany“ bei Kahla einen nicht wegzudenkenden Teil der auf Nachhaltigkeit ausgerichteten Firmenphilosophie darstellt. „Es ist gleichzeitig eine tägliche Herausforderung und ein Motor, der uns zu immer neuen Höchstleistungen antreibt“, ergänzt Raithel. Bereits seit sieben Jahren hat sich der Betrieb zu einer Nachhaltigkeitsstrategie verpflichtet, die über die Erfüllung internationaler Umwelt-, Sicherheits- und Qualitätsanforderungen hinausgeht. Die Einführung des eigenen „Pro Öko“-Siegels soll das noch einmal hervorheben. Raithel: „Ich sehe es als Kernaufgabe, die Handlungen von Kahla an ökologischen, ökonomischen und sozialen Grundsätzen auszurichten, sprich: Nachhaltigkeit in allen Bereichen zu etablieren und dabei vor allem auch die menschliche Komponente zu sehen.“ Innerhalb dieses Konzeptes vermeidet „Made in Germany“ überflüssige Transportwege und sichert 300 Arbeitsplätze und 20 Ausbildungsplätze im thüringischen Ort Kahla.
Innovationen aus dem Land der Ingenieure
Um bei aller Verantwortung für Soziales und Umwelt noch bezahlbare Produkte herstellen zu können, setzt Raithel auf einen Mix aus zukunftsweisenden Technologien, variablen Konzepten und innovativen Lösungen. So hat der Porzellanhersteller seit der Neugründung des Unternehmens im Jahr 1994 über 25 Millionen Euro in moderne, energieeffiziente Technologien investiert. In den kommenden drei Jahren sind weitere Ausgaben in Millionenhöhe geplant.
Wie die Photovoltaikanlage auf den Produktionshallen tragen alle Investitionen sowohl dazu bei, Ressourcen zu schonen und den CO2-Ausstoß zu senken, als auch dazu, neue Fertigungsmöglichkeiten und Märkte zu erschließen. „Unser Bekenntnis zu ‚Made in Germany‘ spornt uns dazu an, am Ball – und damit international konkurrenzfähig – zu bleiben“, unterstreicht Raithel. „Nur wer immer besser wird, bleibt gut“. So ermöglicht die 2009 eingeweihte Tassendruckgussanlage beispielsweise die Umsetzung des mit dem „Green Good Design Award 2010“ ausgezeichneten Wellness-Geschirrs „Tao“. Dessen Tassen schmiegen sich wie Flusskiesel in die Hand. Die Henkel wachsen scheinbar organisch aus der Tassenform heraus – statt wie üblich nachträglich angebracht zu werden – und wirken so wie aus einem Guss.
Der Erfolg gibt Kahla Recht: Seit der Gründung ist die Marke kontinuierlich gewachsen. Der Hersteller liefert in 60 Länder der Erde, der Exportanteil beträgt derzeit etwa 40 Prozent. Die Designmarke orientiert sich in ihren Porzellankollektionen stets am Bedarf. So gibt es multifunktionale Teller, Schalen und Tassen, die für die Gerichte und Getränke aus aller Herren Länder, für Saucen, Dips und Dekorationen eingesetzt werden können. Alle Kollektionen sind untereinander kombinierbar und laden dazu ein, sie durch neue Stücke zu ergänzen.
Neben Porzellan, welches sich für Konferenzen und Meetings mit Kunden eignet, bietet Kahla Porzellangeschirr speziell für Hotels an sowie Porzellan zur individuellen Gestaltung, das als Werbeartikel eingesetzt werden kann. Hierfür wird besonders gern die Porzellanserie „touch!“ genutzt. Die patentierte, samtweiche „touch!“-Oberfläche isoliert Wärme und sorgt gleichzeitig beim Anfassen für Streicheleinheiten – ein Beispiel für deutsche Innovationskraft am Standort Kahla.








