Die NKWS betont die bedeutende Rolle der zirkulären Wirtschaft und Ressourcenschonung bei der Erreichung von Klimaneutralität und Dekarbonisierung und soll der Bundesregierung als zentraler Rahmen dienen, um den Klimaschutz zu fördern. Ein wesentlicher Fokus liegt darauf, die Emissionen in zentralen Branchen zu reduzieren, da diese hauptsächlich durch Rohstoffgewinnung und die Herstellung von Vorprodukten verursacht werden. Der Entwurf adressiert explizit die kurzen Nutzungszyklen vieler Güter, einschließlich Möbel, und unterstützt das Ziel, den Rohstoffeinsatz für den Konsum privater Haushalte bis 2030 um mindestens 20 Prozent zu senken.
Zu den vorgeschlagenen Maßnahmen gehören unter anderem die Vermeidung von Versandverpackungen im Online-Handel und die gezielte Nutzung von Sharing- und Mietmodellen bei Möbeln. Im Rahmen der Initiative „Digitaler Produktpass“ sollen bis 2028 Pilotprojekte in acht Schlüsselsektoren – darunter auch die Möbelindustrie – umgesetzt werden, um Praxiserfahrungen zu sammeln und Kompetenzen aufzubauen. Kleine und mittlere Unternehmen (KMU) erhalten dabei spezifische Förderprogramme und Dienstleistungen zur Unterstützung der Einführung von Produktpässen.
Christian Haeser, Geschäftsführer des HWB, zur Umsetzung der Verordnung: „Der Entwurf der NKWS zeigt für die Home&Living-Branche auf, wie die Kreislaufwirtschaft zukünftig durch die Unternehmen umgesetzt werden soll. Die Branche ist in vielen Bereichen bereits pro-aktiv unterwegs. Der Gesetzgeber darf im weiteren Verfahren allerdings nicht vergessen, dass bei den vorgeschlagenen Maßnahmen Augenmaß und Verhältnismäßigkeit gewährleistet sein müssen. Bereits jetzt sind Unternehmen vielfältig mit überbordender Gesetzes-Bürokratie konfrontiert und belastet.“
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