Dazu gehören höhere Wiederverwendungs- und Recyclingquoten, zirkuläres Design, Screening-Methoden für Gebrauchtmöbel, Grundvoraussetzungen für den Digital Product Passport, erweiterte Dienstleistungen für Möbel, regionale Netzwerke für Wartung, und vieles mehr rund um Möbel. Der Einreichung des Förderantrags waren gut 15 Monate Vorbereitung an dem fast 50-seitigen Projektantrag vorausgegangen.
„Das Projekt nimmt viele Anforderungen der am 27. Mai 2024 verabschiedeten EU-Verordnung zum Ökodesign bei nachhaltigen Produkten (ESPR) vorweg und legt den Grundstein für eine fachlich wie wirtschaftlich sinnvolle Umsetzung“, erklärt Volker Weßels, Verantwortlicher für den Bereich Nachhaltigkeit beim IBA.
Die Initiative für das auf vier Jahre angelegte Circular Economy-Projekt, das die EU-Kommission mit insgesamt fünf Millionen Euro unterstützen wird, ging von den „R-evolve“-Partnern in Deutschland aus. Zu diesen zählen neben dem IBA die Hochschule Darmstadt, das IBA-Mitglied VS Vereinigte Spezialmöbelfabriken sowie der Verband der Deutschen Möbelindustrie (VDM). Als europäische Partner konnten Unternehmen und Verbände aus Dänemark, Belgien, Italien, Österreich, Slowenien und Spanien hinzugewonnen werden.
Endanwender in Büro, Verwaltung und zu Hause, Wiederaufarbeiter und Recycler werden bei der nun anstehenden Projektarbeit aktiv einbezogen. Erarbeitet werden Leitfäden, Trainingsmaterial und eine „Community of Practice“, auf deren Grundlage das gewonnene Wissen in der europäischen Möbelbranche angewendet werden kann. Von Interesse für Möbelhersteller ist der Fokus auf neue Geschäftsmodelle, Circular Product Design, Wiederverwendung von Materialien und digitale Service-Lösungen sowie die Kooperation von Wissenschaft, Stakeholdern und Industrie bei der Vorbereitung und Testung des Digital Product Passport. Der „Produkt-Ausweis“, in dem Informationen über den gesamten Lebenszyklus eines Produkts hinterlegt werden, könnte bereits 2028 für Möbel verpflichtend werden.
Für die jetzt anstehende Umsetzung von „R-evolve“ ist wichtig, dass ein Teil der Partner auf gemeinsame Projekterfahrung im europäischen Maßstab zurückgreifen kann. So arbeiten beispielsweise die europäischen Verbände und Hersteller der Büro- und Objektmöbelindustrie schon seit vielen Jahren im Rahmen der Level-Zertifizierungen an gemeinsamen Grundlagen zur Stärkung und Bewertung der Nachhaltigkeit ihrer Produkte.







