Steigende Kosten, geopolitische Unsicherheiten und eine anhaltende Konsumzurückhaltung prägen derzeit die Lederwaren-, Taschen- und Reisegepäckbranche. Gleichzeitig steht der Handel vor der Aufgabe, sich auf veränderte Marktbedingungen einzustellen. Vor diesem Hintergrund setzt die ILM Edition #164 auf persönliche Begegnungen, Zuversicht und den gemeinsamen Blick nach vorn.
Vom 29. bis 31. August 2026 wird Offenbach erneut zum internationalen Treffpunkt für Marken, Händler und Branchenentscheider. Nach Angaben der Messe unterstreichen die bisherigen Besucherregistrierungen die internationale Nachfrage. Zahlreiche Marken haben ihre Teilnahme bereits bestätigt, weitere Unternehmen arbeiten an ihrer Rückkehr nach Offenbach.
„Wir können die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen nicht verändern. Aber wir können entscheiden, wie wir damit umgehen“, sagt Arnd Hinrich Kappe, Geschäftsführer der Messe Offenbach. Gerade in schwierigen Zeiten brauche die Branche Räume, in denen Menschen zusammenkommen, Ideen austauschen und gemeinsam Zukunft gestalten könnten.
Persönliche Begegnungen auf und neben der Bühne
Der persönliche Austausch zieht sich durch das gesamte Messeprogramm. TV-Moderatorin Frauke Ludowig kehrt gemeinsam mit ihrer Tochter Nele Ludowig auf die ILM zurück. In einem von Cheryll Mühlen moderierten Bühnengespräch sprechen beide über ihre Verbindung zur Modewelt, gemeinsame Projekte und die Zusammenarbeit hinter den Kulissen.
Ergänzt wird der Auftritt durch gemeinsame Messerundgänge und die Verleihung der ILM Awards am Samstagabend. Die Messe will damit Branchenexpertise, mediale Reichweite und den direkten Austausch miteinander verbinden.
Auch abseits der Messehalle baut die ILM ihre Formate aus. Nach der Premiere geht das „Hidden Highlight“ in die zweite Runde. Das Format bringt ausgewählte Händler und Aussteller in einem exklusiven Rahmen zusammen. Mehr als zehn Creator und Medienschaffende sollen zudem für zusätzliche Sichtbarkeit über die klassischen Branchenmedien hinaus sorgen.
ILM Award kehrt mit neuem Konzept zurück
Nach mehreren Jahren führt die ILM den ILM Award wieder ein. Das Konzept wurde grundlegend überarbeitet. Statt Produkte in zahlreiche Kategorien einzuordnen, steht künftig die Marktrelevanz im Mittelpunkt. Ausgezeichnet werden Produkte, die den Handel unterstützen und Verbraucher überzeugen können.
Eine unabhängige Fachjury bewertet die Einreichungen nach Kriterien wie Innovationskraft, Marktrelevanz und Potenzial für den Handel. Der Jury gehören Branchenexpertin Karolina Landowski, Handelsexperte Tobias Kurz und Branchenkenner Ralf Maurer an. Die drei überzeugendsten Produkte werden am Samstagabend während der ILM Afterwork Party ausgezeichnet.
Erstmals ergänzt ein Retail Award die Produktauszeichnung. Rund 300 Aussteller wurden im Vorfeld gebeten, ihre fünf wichtigsten Handelspartner zu nominieren. Auf dieser Grundlage entstehen drei Auszeichnungen für Händler, die aus Sicht der Marken durch Engagement, Verlässlichkeit und partnerschaftliche Zusammenarbeit überzeugen.
„Innovation endet nicht beim Produkt“, erklärt Kappe. Sie entstehe auch dort, wo Marken und Handel erfolgreich zusammenarbeiteten. Deshalb zeichne die ILM erstmals auch diejenigen aus, die Trends und Ideen auf die Verkaufsfläche bringen.
Reisegepäck und Outdoor gewinnen an Bedeutung
Gemeinsam mit der Travel Goods Association, kurz TGA, stärkt die ILM die Bereiche Reisegepäck, Outdoor und funktionale Accessoires. Die internationale Kooperation soll zusätzliche Marken und neue Impulse nach Offenbach bringen.
Nach Angaben der Messe entwickelt sich Outdoor für viele Händler zu einem wichtigen Umsatzbereich. Gleichzeitig gebe es europaweit nur wenige Plattformen, auf denen sich das gesamte Spektrum dieses Marktes an einem Ort präsentieren lasse. Mit der Zusammenarbeit mit der TGA will die ILM ihre Position als internationale Plattform für Travel-, Outdoor- und Lifestyle-Produkte ausbauen.
Händler erhalten damit die Möglichkeit, sich einen umfassenden Überblick über das Segment zu verschaffen. Die Messe reagiert damit auf die wachsende Bedeutung von Reisegepäck, Outdoor-Produkten und funktionalen Accessoires für den internationalen Fachhandel.
Branche richtet den Blick nach vorn
Nach Einschätzung von Arnd Hinrich Kappe hat sich die Haltung innerhalb der Branche verändert. Während vor einigen Jahren Unsicherheit und Frust viele Gespräche bestimmt hätten, werde heute wieder stärker über Lösungen und die Gestaltung der Zukunft gesprochen.
„Natürlich ist die wirtschaftliche Lage nicht einfacher geworden. Aber die Haltung hat sich verändert“, sagt Kappe. Es gehe nicht mehr ausschließlich darum, was schwierig sei, sondern darum, wie sich die Zukunft gestalten lasse.
Mehr denn je versteht sich die ILM als Plattform für internationales Geschäft, persönlichen Austausch und neue Veranstaltungsformate. Die ILM Edition #164 findet vom 29. bis 31. August 2026 in Offenbach am Main statt.







