Für Prof. Dr. Mayr steht fest: „Die Tatsache, dass kleine und mittelständische Unternehmen über einen Zeitraum von fast zwei Jahren hohe Umsatzrückgänge verzeichneten, hat sich nachteilig auf deren Substanz ausgewirkt. Für eine nur halbherzige Wirtschaftspolitik ist jetzt keine Zeit mehr.“
Auch im Gastgewerbe ist ein weiterer Abwärtstrend zu verzeichnen. Die Umsätze erfuhren im April im Vergleich zum Vorjahresmonat einen Rückgang um 2,4 Prozent, im März sogar um 6,0 Prozent. Demgegenüber steigen die Kosten für Lebensmittel und Mieten kontinuierlich an. Eine zusätzliche Herausforderung besteht im Mangel an bezahlbarem Personal. Die Löhne verzeichneten im April eine Steigerung von vier Prozent, nachdem sie im ersten Quartal bereits ähnlich hohe Anstiege verzeichneten – im Januar um 4,3 Prozent, im Februar um 3,6 Prozent und im März um 3,9 Prozent.
In sämtlichen Branchen setzte sich der Umsatzrückgang, der sich bereits im schwachen ersten Quartal abgezeichnet hatte, auch im beginnenden zweiten Quartal mit einem nominalen Minus von 0,9 Prozent im saison- und kalenderbereinigten Vorjahresmonatsvergleich fort. Erfreulicherweise fallen die Umsatzrückgänge in fast allen Branchen geringer aus als im März.
Die Lohnentwicklung zeigt weiterhin eine Aufwärtsbewegung. Der Lohnindex verzeichnet im April im Vergleich zum Vorjahresmonat eine saison- und kalenderbereinigte Steigerung um 4,4 Prozent auf 114,2 Punkte (Jahresdurchschnitt 2022 = 100). Damit liegt das Lohn- und Gehaltswachstum weiterhin über der allgemeinen Preisentwicklung. Die Beschäftigung verzeichnet weiterhin einen rückläufigen Trend. Der Beschäftigungsindex sank im April auf 100,7 Punkte. Verglichen mit dem Vorjahr ist nominal, saisonal wie auch kalenderbereinigt ein Rückgang von 1,3 Prozent zu verzeichnen. Während die Beschäftigung in mittleren Unternehmen nur marginal sinkt, verzeichnen insbesondere kleine Unternehmen einen signifikanten Beschäftigungsrückgang von 1,9 Prozent.








