Am 7. Mai ist in der Messe Karlsruhe die dreitägige Fachmesse und Convention New Work Evolution (NWE) zu Ende gegangen. Im Mittelpunkt stand die Frage, wie modernes Arbeiten in Zeiten gesellschaftlicher und wirtschaftlicher Volatilität gestaltet werden kann. An den Messeständen wurden Konzepte für Arbeitsräume, Technologien, Unternehmenskultur und Transformationsprozesse vorgestellt.
Die HCD GmbH präsentierte auf 120 Quadratmetern ein Büro der Zukunft mit Meetingarealen, flexibel nutzbaren Kreativräumen, Ruhearbeitsplätzen und Wohlfühloasen. Haufe-Lexware brachte Expertinnen und Experten zu Themen wie Künstliche Intelligenz, Employer Branding und Chancengleichheit zusammen. Transformationsberatung boten unter anderem Karsten Franz sowie Strasser & Strasser an.
Besuchende profitierten von der Bandbreite der Ausstellenden in den Bereichen Technology, People & Culture und Office. Antonia Schulz, Projektleitung für Unternehmens- und Organisationsentwicklung beim Oldenburgisch-Ostfriesischen Wasserverband, nahm eine sechsstündige Anreise auf sich, um Impulse für ein Transformationsprojekt zu gewinnen: „Wir wollen intern unsere gesamte Hauptverwaltung einmal auf links drehen. Wir haben einige Herausforderungen und waren auf der Suche nach Inspiration – und die haben wir hier gefunden. Die zentrale Frage: Wie können wir die unterschiedlichen Bedarfe alle bedienen? Genau dabei wurden wir hier umfassend beraten. Auch die Vorträge waren sehr spannend. Wir haben viele wertvolle Impulse zum Thema New Work für unsere weitere Entwicklung bekommen.“
New Work lebt – aber nicht als Einzelmaßnahme
Stefanie Ruf, Projektleiterin der New Work Evolution, verwies darauf, dass sich viele Unternehmen nach dem New-Work-Hype der vergangenen Jahre wieder in Richtung Präsenzpflicht und reduzierter Mitarbeitenden-Benefits bewegt hätten. Gleichzeitig habe die Messe gezeigt, dass New Work weiterhin relevant sei: „Die Expertinnen und Experten bei uns vor Ort machten deutlich: New Work lebt weiterhin, aber es ist eben nicht mit Einzelmaßnahmen erreichbar, sondern mit einer umfassenden Strategie. Denn was in einer Software-Firma funktioniert, ist im Handwerksbetrieb fehl am Platz. Dabei ist neues Arbeiten auch in untypischen Branchen realisierbar – wie erläuterten die Ausstellenden und Speaker auf der NWE.“
Zum Programm gehörten fast 150 Vorträge, Panels, Podcasts und Interviews mit mehr als 140 Speakern. Ein Highlight war die Podcast-Stage, powered by captureme und Lindner. Zu den Gästen zählten unter anderem Unternehmerin und Hoteldirektorin Dr. Caroline von Kretschmann, BRATIWIVES mit Sabine Rath, Change Managerin in einem global agierenden DAX-Konzern, die Landtagsabgeordnete Dr. Marilena Geugjes sowie Georg Frech, Leiter Akademie bei König + Neurath.
Caroline von Kretschmann hob Vertrauen als zentrale Grundlage von Führung hervor: „Vertrauen ist eines der Kernwerte in unserem Unternehmen, also nicht Kontrolle. Eben nicht Vertrauen ist gut, Kontrolle ist besser: Bei uns ist es genau umgekehrt. Vertrauen ist eine unglaubliche Basis jeder Beziehung und Führung ist Beziehungsarbeit. Ich bin immer wieder berührt, zu sehen, was möglich ist, wenn man Menschen vertraut. Die wachsen im wahrsten Sinne des Wortes über sich hinaus, denen wachsen Flügel.“







