*Der Begriff "Operator" steht in diesem Zusammenhang für Dienstleister für Mitarbeiterverpflegung mit Automaten.
Neue Arbeitsstrukturen, Mitarbeiterbedürfnisse und Formen der Kollaboration stellen Architekten, Raumausstatter und Planer der Bürowelten ebenso vor neue Herausforderungen wie Lifestyle und sich verändernde Ansprüche an Verpflegung und Konsum an die Vending-Branche. Daher hat sich der BDV zur Aufgabe gemacht, sich verstärkt mit Akteuren aus diesem Bereich auszutauschen.
Bernd Fels vom Beratungs- und Planungsunternehmen für Neue Arbeitswelten if5, führte in seinem Vortrag beim BDV verschiedene Phasen des Arbeitens auf – von Kommunikation bis hin zu Kontemplation. Bei der Planung neuer Büroeinheiten hat der Architekt diese im Visier, um den entsprechenden Raum im Bürogebäude für jede Phase zu entwerfen. Im Zusammenhang damit stellt sich im Kontext Vending die Frage nach entsprechender und passgenauer Verpflegung.
Digital Natives im Visier von Architekt und Operator
Beim Entwurf eines neuen Bürokomplexes hat der Architekt über den Daumen gepeilt die kommenden 30 bis 50 Jahre im Auge. Zielgruppen der neuen Gebäude sind dementsprechend die nächste und übernächste Generation, die sogenannte Internet-Generation und die Generation Z. Beides Digital Natives, die in einer Zeit aufwachsen, die zunehmend durch Digitalisierung und Neue Medien sowie ein ausgeprägtes Health- und Life-Style-Bewusstsein geprägt ist. Gesunde Ernährung und Köperbewusstsein wachsen in gleichem Maße wie sich auch das Kommunikations- und Führungsverhalten ändert. Mitarbeiter setzen die Familie in den Fokus, die Arbeitswelt wird drum herum gestaltet. Sie erwarten auch im Job, dass ihnen ein hohes Maß an Selbstbestimmung, Flexibilität und Inspiration ermöglicht wird. Hierbei werden die Arbeitsweisen informeller und orientieren sich aus dem Büro heraus. Netzwerk- und Teamflächen sowie Räume zur Entspannung und Ruhe gewinnen an Bedeutung.
Seit Jahren erfolgt eine an Fahrt aufnehmende Verschiebung der Tätigkeitsschwerpunkte im Arbeitsalltag. Manuelle und kognitive Routine werden immer seltener und der Schwerpunkt rückt in Richtung analytische Arbeit und komplexe Kommunikation. Um so wichtiger ist eine inspirierende Arbeitswelt mit Aufenthalts- und Erlebnisqualität, die zu Bewegung – auch bei der Arbeit – einlädt. So kann zum Beispiel das Gehen die Kreativität der Mitarbeiter um bis zu 400 Prozent steigern.
Gute Einfälle und Ideen entstehen häufig fern des Schreibtisches. Idealerweise sind verschiedene Bereiche mit Wohlfühl-Verpflegungsinseln oder hochwertigen Kaffee-Automaten ausgestattet, die unterschiedliche auf die Umgebung angepasste Verpflegungsangebote enthalten – zum Beispiel frisches Obst und erfrischende Kaltgetränke im Außenbereich. Diese Allgemeinflächen und Collaboration Spaces, in denen sich externe und interne Mitarbeiter selbstbestimmt zusammenfinden und Kunden oder Berater empfangen werden, dienen dem Socializing ebenso wie der Kommunikation. Hier treffen sich Mitarbeiter und dort, wo sich Menschen näherkommen, wird auch verstärkt kommuniziert. Umso wichtiger ist in dieser Netzwerkfläche ein ansprechendes Verpflegungsangebot.
Das optimale Büro der Zukunft setzt sich also aus verschiedenen Bereichen zusammen, in denen die Mitarbeiter unterschiedliche Arbeitsphasen leben können. Den Mittelpunkt könnte im Eingangsbereich eine Allgemeinfläche mit ansprechender Verpflegung und hochwertigem Kaffeegenuss bilden. Hinzu käme auf jeder Gebäudeebene ein gemeinsames Meeting- und Verpflegungsangebot in der Nähe der Fahrstühle bzw. des Treppenhauses.
Jetzt kommen die Operator ins Spiel: Als Experten zum Thema Mitarbeiterverpflegung am Automaten können sie ihr Fachwissen und Know-how schon in der Planungsphase einbringen. Sie verfügen über Kenntnisse des aktuellen Konsumverhalten, Wissen zu gesunden und regionalen Produkten, überall und allzeit verfügbare Kaffeevielfalt. Darüber hinaus liegt das Fachwissen zu den technischen Voraussetzungen für die Aufstellung der Automaten, zur Auswahl der optimalen Automaten – in Größe, Art und Produktvielfalt – bei ihnen. Immer mehr Operator bieten für die optimale Planung beim Architekten 3D-Zeichnungen ihrer Automaten digital an – ein erster Schritt zu einer Erfolg versprechenden Zusammenarbeit.








