Schwarz Digits will den ersten Bauabschnitt des „Schwarz Digits Datacenter“ mit drei Modulen bis Ende 2027 fertigstellen und solmit einen zentralen Meilenstein auf dem Weg zu einer unabhängigen und leistungsfähigen digitalen Infrastruktur in Deutschland und Europa erreichen. Ein besonderer Fokus des Bauvorhabens liegt auf nachhaltiger Grundstücksentwicklung. Im Rahmen des Regelbetriebs wird das Rechenzentrum zudem vollständig mit Grünstrom betrieben
Im Zuge der Digitalisierung entstehen große Mengen an Daten. Diese müssen sicher und souverän nach deutschen und europäischen Rechtsstandards verarbeitet werden. Deshalb investiert Schwarz Digits in eine eigene Rechenzentrumsinfrastruktur am Standort Deutschland. Stackit, der Cloud-Anbieter des Unternehmens, betreibt damit künftig sein fünftes Rechenzentrum in Lübbenau. Der neue Standort verbindet digitale Transformation, technologische Souveränität und regionale Verantwortung. Das Ziel: sich als erster europäischer Hyperscaler etablieren.
Dr. Karsten Wildberger, Bundesminister für Digitales und Staatsmodernisierung: „Deutschland braucht Rechenpower, wenn wir in der ersten Liga bei Künstlicher Intelligenz mitspielen wollen. Denn nur mit leistungsfähigen Rechenzentren, können wir KI-Anwendungen im großen Stile einsetzen und unsere Wettbewerbsfähigkeit stärken. Ich freue mich, dass mit Schwarz Digits ein deutsches Unternehmen in den Heimatstandort investiert. Dieses Projekt zeigt: Wir haben das Können und die Kompetenzen, Deutschlands digitale Souveränität voranzubringen. Heute ist ein guter Auftakt für eine Woche, in der wir die Stärkung unserer eigenen technologischen Fähigkeiten und unsere Unabhängigkeit in den Fokus rücken.”
Das Unternehmen plant das Rechenzentrum zunächst mit einer Anschlussleistung von rund 200 Megawatt und kann es in zwei Bauabschnitten modular erweitern. Künftig können bis zu 100.000 GPUs im Rechenzentrum installiert werden. Diese werden für das Training großer KI-Modelle eingesetzt und treffen genaue Vorhersagen.
Europas Resilienz stärken
In Brandenburg entsteht bis Ende 2027 so einer der modernsten Standorte für digitale Infrastruktur und Cloud-Services. Das Rechenzentrum ist damit die Grundlage für eine unabhängige, sichere und leistungsfähige Cloud-Infrastruktur in Deutschland. Mit verschiedenen Partnern stärkt Schwarz Digits die digitale Resilienz des öffentlichen und privaten Sektors.
„Die Zunahme hybrider Bedrohungen in den letzten Jahren und einseitige digitale Abhängigkeiten sind für Unternehmen in ganz Europa ernstzunehmende Herausforderungen. Insbesondere kritische Infrastruktur gilt es deshalb zukünftig noch besser vor unerlaubten Fremdzugriffen zu schützen”, sagt Christian Müller, Co-CEO von Schwarz Digits. „Es ist daher unerlässlich für uns, massiv in hochmoderne und skalierbare Rechenzentren zu investieren.”
Nachhaltige Entwicklung und regionale Verantwortung
Das Projekt basiert auf einer Brownfield-Entwicklung anstelle einer Greenfield-Bauweise. Schwarz Digits renaturierte zu diesem Zweck das 13 Hektar große Gelände des ehemaligen Kraftwerks Lübbenau umfassend. Bei dem Projekt wurden über 20.000 Kubikmeter Beton und Steine, 110 Tonnen Stahl und 20 Tonnen Holz getrennt, recycelt und als Ressourcen wiederverwendet.
Damit folgt das Vorhaben der ganzheitlichen Kreislaufstrategie der Unternehmen der Schwarz Gruppe „REset Resources“. Diese zielt darauf ab, Ressourcen zu schonen, Abfälle zu reduzieren und Wertstoffe in ihren Kreislauf zurückzuführen. Neben einer gezielten Rückführung von Materialien und Rohstoffen in den eigenen Wirtschaftskreislauf, werden modernste, umweltschonende Verfahren im Rahmen des Rechenzentrumsbetriebs angewandt. Auf dem Campus werden unter anderem PV-Flächen verbaut, die jährlich bis zu 520.000 kWh erneuerbare Energie erzeugen.
Darüber hinaus werden die verbauten Server mittels innovativem „Direct Liquid Cooling“ ausgestattet. Es handelt sich hierbei um eine freie Kühlung über Umgebungsluft. Die Abgabe hochwertiger Abwärme (bis zu 50 Grad Celsius) wird direkt in das Fernwärmenetz des regionalen Energieversorgers Süll eingespeist.








