In fünf Messehallen präsentierten sich sechs Themenwelten und zwei Topic Areas. Im Fokus standen neue Produkte aus den Bereichen Wohnen, Essen, Freizeit und Schenken. Die Aussteller zeigten sich insgesamt zufrieden, zugleich war die Konsumzurückhaltung in Deutschland und den angrenzenden Ländern deutlich zu spüren.
Starker Montag gleicht verhaltenen Auftakt aus
„Durch den starken Montag mit hohen Besucherzahlen und guter Order wurde der erste, eher verhaltene Messetag wieder ausgeglichen“, erklärt TrendSet-Geschäftsführerin Tatjana Pannier. Neben der schwachen Konjunktur hätten auch die Hitze und stark gestiegene Hotelpreise infolge der beiden BTS-Konzerte in München den Messebesuch erschwert.
Trotz dieser Rahmenbedingungen erfüllte die TrendSet Sommer 2026 nach Angaben des Veranstalters die Erwartungen. Positiv wirkte sich der gestiegene Anteil ausländischer Fachbesucher aus Österreich, der Schweiz und Südtirol aus. Österreichische Besucher blieben teilweise mehrere Messetage in München.
Händler setzen stärker auf kuratierte Sortimente
Auf rund 60.000 Quadratmetern zeigten die Aussteller Produkte für Herbst und Winter 2026/27 sowie für das Weihnachtsgeschäft. Besonders stark vertreten war der Einzelhandel. Die Orders erstreckten sich zunehmend über klassische Kernsortimente hinaus und spiegelten die wachsende Bedeutung von Cross-Selling und Concept-Store-Konzepten wider.
Auf diesen Wandel reagiert die TrendSet mit einem weiterentwickelten Sortimentskonzept. Die sechs Themenwelten Home & Giving, Garden & Outdoor, Decoration & Handicraft, Kids & Family, Dining & Gourmet sowie Fashion & Jewelry umfassen fast 40 Sortimentsbereiche. Ergänzt werden sie durch die Topic Areas TrendSet Newcomer und TrendSet Bijoutex.
„Die TrendSet feiert und präsentiert seit jeher Design, Qualität, Trends und vor allem Vielfalt“, sagt Pannier. Durch die neue Struktur werde die Bandbreite an den Messeständen sichtbarer und erleichtere Fachbesuchern die Suche nach Produkten für neue Store-Konzepte.
TrendSet Winter 2027 verschiebt sich
Wegen der Weltleitmesse BAU im Januar 2027 findet die TrendSet Winter 2027 erst Ende Februar statt. Der späte Termin stellt Aussteller und Fachbesucher vor Herausforderungen.
Die TrendSet will deshalb ihre Social-Media-Aktivitäten ausbauen und die Online-Inspirationsplattform TRENDSET365 stärker für die frühzeitige Trend- und Orderplanung nutzen. Das TrendSet Journal soll wie gewohnt vor Weihnachten erscheinen.
Faire Straße bringt Onlinemarken auf die Messe
Die Kooperation mit dem B2B-Marktplatz Faire brachte zehn ausgewählte Marken aus den Bereichen Wohnaccessoires, Essen und Trinken, Beauty, Kinder und Baby sowie Schreibwaren auf die Messe.
Für Unternehmen, die bislang vor allem digital vertrieben hatten, bot die Faire Straße die Möglichkeit, Produkte erstmals physisch zu präsentieren. Leonie Hempelmann von Herr und Frau Hempel berichtet von guten Orders ab dem ersten Messetag und einem ausgewogenen Verhältnis von Stamm- und Neukunden.
Die Trends für Herbst und Winter 2026/27
„Der Luxus des Einfachen“ lautet das Motto der neuen Stilwelten. Wert, Qualität, Herkunft, Ästhetik und Funktion prägen die Produktgestaltung. Handwerkliche Qualitäten, weiche Formen und sanfte Farben treffen auf opulente Muster, Retro-Motive und eine kühle Industrie-Luxus-Ästhetik.
Die fünf Key Colors sind Deep Sea, Casual Cream, Vivid Plum, Dark Chocolate und Neon Basil. Materialien und Oberflächen verbinden Natur und Digitalität, Retro und Moderne sowie Emotion und Sachlichkeit.
Das Trendthema Frosted Glam setzt auf schimmernde Texturen, Metallics, Glas und transluzente Materialien. Rural Happiness bringt rustikale Karos, florale Muster, Holz, Keramik und kuschelige Textilien ins Haus. Winter Glow greift Sterne, Eiszapfen, Tannen und Schneeflocken auf und verbindet klassische Wintermotive mit modernen Farbverläufen.
Zu Weihnachten 2026 bleiben Tannengrün, Rot und Weiß ebenso gefragt wie Sterne, Schneeflocken, Schleifen und minimalistische Baumformen. Auch kosmische Motive und cartoonartige Darstellungen gewinnen an Bedeutung.







